Ludwig-Maximilians-Universität München
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Tumoren in's Schwitzen bringen

Wie Hitzeschockproteine bei der Immunabwehr helfen

München, 19.10.2007

Der Name „Hitzeschockproteine“ wird dem Aufgabenspektrum dieser Multitalente schon lange nicht mehr gerecht. Zwar schützen Vertreter dieser Gruppe viele Proteine bei Hitze und in anderen Stresssituationen. Sie können aber auch das Tumorwachstum in Mäusen verhindern oder verzögern, wie Experimente in den 80er Jahren zeigten. Die immunstimulierende Wirkung der Hitzeschockproteine wurden später allerdings in Zweifel gezogen, weil andere aktive Komponenten in den Präparaten nachgewiesen wurden, so dass die Effekte nicht zweifelsfrei den Hitzeschockproteinen zugeschrieben werden konnten. Ein Forscherteam, dem auch Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München angehören, führte jetzt unter der Leitung von Privatdozentin Elfriede Nößner, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, ähnliche Versuche durch – allerdings mit hochreinen Präparaten. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Biological Chemistry“ berichtet, zeigte sich dabei, dass das menschliche Hitzeschockprotein Hsp70 an der Stimulation von Immunzellen beteiligt ist. Weitere Experimente sollen nun eine mögliche therapeutische Nutzung dieser immunaktivierenden Eigenschaften der Hitzeschockproteine prüfen.

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