Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ein gefundenes Fressen

Wie die Riffnachbarn beim Korallensex mitfeiern

München, 12.09.2007

Die meisten Korallen des Großen Barriereriffs vor Australien entlassen in nur einer oder wenigen Nächten jedes Jahr ihre Ei- und Spermazellen gemeinsam ins Wasser. Damit gelangt in kurzer Zeit eine außerordentlich große Menge energie- und nährstoffreiches organisches Material in die ansonsten extrem nährstoffarmen Gewässer um das Riff. Ein internationales Forscherteam um Dr. Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology (CORE)- Arbeitsgruppe am GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, konnte nun zeigen, dass die farbenprächtige Korallenblüte massive Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft am Riff hat. Wie in der Fachzeitschrift „Coral Reefs“ berichtet, steigt die Konzentration organischen Materials im Wasser am Tag danach bis um das Elffache an. Das Material wird zu einem großen Teil von anderen Riffbewohnern aufgenommen und abgebaut, was unter anderem zu einer großflächigen Algenblüte führt. Insgesamt löst das Massenlaichen der Korallen als Schlüsselereignis eine Kaskade von Prozessen aus – vor Australien und wohl auch bei den anderen großen Riffen der Welt.

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