Ludwig-Maximilians-Universität München
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Antikörper attackieren Nervenfasern

Möglicher Mechanismus der Multiplen Sklerose entdeckt

München, 11.09.2007

Das Immunsystem kann im gesunden Körper zwischen Fremd und Selbst unterscheiden. Bei Autoimmunerkrankungen aber wird körpereigenes Material ebenso aggressiv attackiert wie ein Krankheitserreger. Ein Beispiel dafür ist die Multiple Sklerose, kurz MS, eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Das Leiden kann zu schweren Schäden bei den Patienten führen, weil Immunzellen das zentrale Nervensystem angreifen. Wissenschaftler des Instituts für Klinische Neurologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und des Max-Planck-Instituts (MPI) für Neurobiologie in Martinsried haben in Zusammenarbeit mit internationalen Forschern einen möglichen neuen Mechanismus dieser fehlgeleiteten Attacke entdeckt. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Experimental Medicine“ berichtet, fanden sie im Blut von MS-Patienten Antikörper, die gegen ungeschützte Stellen der Nervenfasern gerichtet sind. Damit könnte der neu entdeckte Mechanismus wenigstens bei einem Teil der Patienten mit MS eine Rolle spielen.

Pressemitteilung

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