Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ein "Ultramikroskop" für Nanostrukturen

Konzept zur Beobachtung ultraschneller Vorgänge

München, 04.09.2007

Metallische, aus nur einigen tausend Atomen bestehende Nanostrukturen weisen optische und elektronische Eigenschaften auf, die bei ausgedehnten Festkörpern nicht vorkommen. Die Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung, also Licht, führt in Nanopartikeln zu kollektiven kohärenten Schwingungen der Elektronen, die auch Oberflächenplasmonen genannt werden. Ein Team von Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching (MPQ) und der Georgia State University (Atlanta, USA), hat jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Photonics“ ein neuartiges Mikroskop vorgeschlagen, das es erstmals ermöglichen würde, die ultraschnelle Dynamik dieser plasmonischen Felder mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu beobachten. Von einem besseren Verständnis dieser kollektiven Anregungen würden insbesondere Anwendungen in der optischen und optoelektronischen Informationsverarbeitung, -übertragung und -speicherung profitieren. Ebenso würde das Ultramikroskop die Spektroskopie einzelner (Bio)moleküle erleichtern, bei denen Nanopartikel als Antenne die Wechselwirkung mit Licht verstärken.

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