Ludwig-Maximilians-Universität München
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Mobilität verhindert Biodiversität

Sesshafte Spielertypen für ein Ökoparadies

München, 31.08.2007

Ökosysteme können nur entstehen und überleben, wenn sie eine Vielzahl von Arten enthalten. Die oft zyklisch, also im Kreis verlaufenden Interaktionen zwischen den konkurrierenden Spezies, ermöglichen langfristig Biodiversität und damit die stabile Koexistenz aller beteiligten Arten. Doch in der Natur verbleiben die wenigsten Populationen dauerhaft an einem Ort. Professor Erwin Frey, Dr. Mauro Mobilia und Tobias Reichenbach vom Department für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München beschreiben in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ zum ersten Mal theoretisch, welch entscheidende Rolle die Mobilität von Arten in Ökosystemen spielt. Überschreitet die Durchmischung durch Mobilität einen gewissen Schwellenwert, ist die Biodiversität gefährdet oder geht sogar unter. Unterhalb des Limits aber koexistieren die Subpopulationen und bilden fortlaufende, spiralförmige Beziehungsmuster. „Dieses Phänomen ist sehr allgemein“, berichtet Frey. „Es tritt unabhängig von den Details der Konkurrenz oder der räumlichen Umgebung auf.“

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