Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

"Supercoole Moleküle"

Neuartige Laserkühlung für komplexe Systeme

München, 14.08.2007

Für den Nachweis des Bose-Einstein-Kondensats gab es 2001 den Nobelpreis. Denn in diesem Materiezustand befinden sich Atome nahe am absoluten Temperatur-Nullpunkt, also nahe Null Kelvin oder -273 Grad Celsius. Dieser Durchbruch gelang dank der Kühlung durch Laserlicht, was mittlerweile als äußerst effektives Werkzeug für atomare Gase genutzt wird wie auch bei Experimenten, in denen kalte Atome unter anderem für Präzisionsmessungen verwendet werden. Doch bislang konnten nur Atome entsprechend abgekühlt werden. Wie in der Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ berichtet, konnte nun ein internationales Forscherteam, dem auch  Professor Regina de Vivie-Riedle vom Department Chemie und Biochemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München angehört, die Technik in Computersimulationen erstmals auch direkt auf Moleküle übertragen. Auf diesem Weg könnten jetzt Einblicke in die innere Struktur von Molekülen sowie die Abläufe chemischer Reaktionen gewonnen werden. Denkbar wäre auch, dass bei derart tiefen Temperaturen neuartige Interaktionen und Effekte auftreten.

Presseinformation

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse