Ludwig-Maximilians-Universität München
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Mit "eiserner Lunge" gegen den Krebs und andere Leiden

Magnetische Nanopartikel erlauben gezielte Atemwegstherapie

München, 24.07.2007

Bei Atemwegserkrankungen wie Asthma und Mukoviszidose kommen häufig Medikamente zum Einsatz, die inhaliert werden können. Bei anderen Lungenleiden ist aber nicht das gesamte Organ betroffen, so dass die gezielte Behandlung nur der erkrankten Areale therapeutisch sinnvoller und wohl mit weniger Nebenwirkungen verbunden wäre. Dies scheint jetzt möglich dank einer neuen Aerosolapplikationsmethode, die ein Forscherteam um Dr. Carsten Rudolph, Dr. von Haunersches Kinderspital des Klinikums der Universität München, entwickelt hat. Wie in der online-Ausgabe des Fachmagazins „Nature Nanotechnology“ berichtet, werden dabei Aerosoltröpfchen mit Eisenoxidnanopartikeln genutzt. In Computersimulationen und bei Tests an Mäusen konnten diese Nanomagnetosole mit Hilfe eines äußeren magnetischen Feldes zielgerichtet an den gewünschten Wirkort in der Lunge dirigiert werden. „Wir vermuten, dass diese Technik in Zukunft sehr hilfreich für Patienten sein kann“, so Rudolph. „Ein Einsatz ist unter anderem denkbar bei lokalen bakteriellen Infektionen und bei Tumoren.“

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