Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ein besonderes Archiv der Erdgeschichte

DFG-Schwerpunktprogramm fördert Erforschung passiver Kontinentalränder

München, 11.07.2007

Mächtige Erdplatten driften auseinander. An den Aufbruchzonen spucken Vulkane gewaltige Mengen Magma an die Oberfläche, unzählige Erdbeben erschüttern die Region. Schließlich füllt sich der Riss zwischen den neuen Kontinenten mit Wasser. Afrika und Amerika haben sich getrennt, langsam entsteht der Atlantik. Was vor 150 Millionen Jahren begann, stellt die Geowissenschaften heute vor viele offene Fragen. In dem neuen Schwerpunktprogramm SAMPLE, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit sechs Millionen Euro für fünf Jahre gefördert wird, werden ab April 2008 rund 100 Forscher unter der Leitung des Instituts für Geophysik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München jene ehemaligen Aufbruchzonen erkunden, die heute als passive Kontinentalränder bezeichnet werden. Mit ihren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler besser verstehen, welche geodynamischen Prozesse über die Jahrmillionen das heutige Erscheinungsbild der passiven Kontinentalränder geprägt haben.

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