Neue Erkenntnisse zur Erbgut-Verdoppelung: LMU-Forscher analysieren Helikasen-Struktur
München, 11.06.2007
Ein Team um den Biochemiker Professor Karl-Peter Hopfner, Fakultät für Chemie und Pharmazie sowie Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, hat erstmals den strukturellen Aufbau der Helikase „Hel308“ aus dem Archaebakterium Archaeoglobus fulgidus im Komplex mit einem kurzen Erbgutstrang aufgeklärt. Ein ähnliches Protein kommt auch im menschlichen Organismus vor und erfüllt dort die gleichen Aufgaben wie in dem Bakterium. Es initiiert die Aufspaltung des Erbguts (DNA), damit diese anschließend verdoppelt oder repariert werden kann. Neben der Struktur von „Hel308“ konnten die Wissenschaftler zudem beobachten, welche Mechanismen Helikasen während der ersten Schritte bei der Aufspaltung des Erbguts einer Zelle einsetzen und woher sie ihre Energie beziehen.
