Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Warten auf den Reparaturdienst der Zelle

Wie gefährliche DNA-Schäden gefunden werden

München, 09.02.2007

Das menschliche Genom wird durch innere und äußere Einflüsse ständig geschädigt. So führt unter anderem die UV-Strahlung als immerwährender Begleiter des Sonnenlichts zur Bildung von gefährlichen Veränderungen des Erbmoleküls DNA. Besonders häufig entstehen sogenannte CPD-Schäden, die Hautkrebs verursachen. Sie treten auf, wenn sich zwei benachbarte DNA-Bausteine, sogenannte Thymine, zu einem Dimer und damit zu einer festen Einheit verbinden. Ein Problem, das bei derartigen Schäden auftritt, ist die Störung der Transkription, also die Abschrift der Gene. Dabei wird die genetische Information mit Hilfe des Enzyms RNA-Polymerase II auf ein Botenmolekül, die mRNA, übertragen. Wie im amerikanischen Wissenschaftsmagazin „Science“ berichtet, konnten nun Professor Patrick Cramer (Genzentrum und Department für Chemie und Biochemie) und Professor Thomas Carell (ebenfalls am Department für Chemie und Biochemie der LMU) mit Hilfe ihrer Mitarbeiter Florian Brückner und Ulrich Hennecke zeigen, wie die DNA-Schäden mit der Transkription interferieren. Da die Genabschrift unter anderem die DNA-Reparatur steuert, ergeben sich neue Einblicke in den Prozess der Transkriptions-gekoppelten Reparatur („transcription-coupled repair“ oder „TCR“).

Presseinformation

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse