Ludwig-Maximilians-Universität München
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Leben nach dem Rhythmus der Sonne -

Soziale Zeitgeber kaum wichtig für innere Uhr des Menschen

München, 22.01.2007

Im Menschen und in fast allen anderen Organismen reguliert die so genannte innere Uhr Prozesse von der Genaktiviät bis zum Verhalten. Fast immer passt sich dieser biologische Rhythmus an den Tag-Nacht-Wechsel an, dem die 24 Stunden einer Erdumdrehung zugrunde liegen. Äußere Signale – vor allem das Tageslicht – ermöglichen diesen aktiven Prozess der Synchronisation, das Entrainment. Es ist aber bekannt, dass auch soziale Signale eine Rolle spielen können. Soziale Zeiten und die durch das Tageslicht vorgegebenen Zeitgeber sind aber nicht immer deckungsgleich. Professor Till Roenneberg vom Zentrum für Chronobiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und zwei Kollegen konnten jetzt, wie in der Fachzeitschrift „Current Biology“ berichtet, zeigen, dass das Tageslicht eine weit größere Rolle bei der Synchronisierung der inneren Uhr spielt als bisher angenommen und bei konkurrierenden Einflüssen eindeutig Vorrang hat: Die innere Uhr des Menschen orientiert sich an der Sonnenzeit – selbst wenn starke soziale Zeitgeber dazu im Gegensatz stehen.

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