Ludwig-Maximilians-Universität München
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Biomedizin aus der Wüste

Kamele liefern leuchtende Nanosonden für die Forschung

München, 23.10.2006

Antikörper sind die Schlüsselreagenzien zum Nachweis biologischer Moleküle und Strukturen in Forschung, Diagnostik und Therapie. Aufgrund ihres hoch variablen Aufbaus lassen sich Antikörper gegen ein breites Spektrum unterschiedlichster Antigene erzeugen. Für den Einsatz in lebenden Zellen aber sind konventionelle Antikörper zu groß und instabil. Ein internationales Forscherteam um Professor Heinrich Leonhardt, am Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, entwickelte jetzt mit Erfolg sehr viel kleinere Moleküle zum Nachweis von Antigenen in lebenden Zellen. Als Vorlage dieser Moleküle dienten einzelkettige Antikörper von Kamelen und den nahe verwandten Alpakas. Wie in der online-Ausgabe von „Nature Methods“ berichtet, entstehen durch die Fusion einer Untereinheit der Kamelantikörper mit fluoreszierenden Proteinen extrem kleine „Chromobodies“, mit denen erstmals Antigene und deren Dynamik in lebenden Zellen nachgewiesen werden können. „Der Ansatz hat das Potential, die Forschung in Bereichen der Biomedizin, Zellbiologie und Proteomik zu revolutionieren“, so Leonhardt. „Diese neue Technologie bietet zudem eine interessante Alternative zur traditionellen Antikörperherstellung im Tier“.

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