Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wie wir auch im Dunkeln sehen können

Fehlende Calciumsignale führen zu Nachtblindheit

München, 09.10.2006

Die meisten Sinneseindrücke erhält der Mensch über die Augen – auch in der Dunkelheit. Dazu müssen in der Netzhaut des Auges mit Hilfe von Kanalproteinen lang anhaltende Calciumsignale entstehen. Ein Team um Dr. Christian Wahl-Schott am Zentrum für Pharmaforschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, geleitet von Professor Martin Biel, konnte nun den Mechanismus aufklären, der dies erlaubt. Nahe verwandte und sehr ähnliche Calciumkanäle in anderem Gewebe des Körpers verfügen über einen Mechanismus, mit dem sie sich selbst Calcium-abhängig abschalten können. Wie die Forscher in der „Early Online Edition“ der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ berichten, können die Kanäle der Netzhaut diese negative Rückkopplung aber inhibieren und so lang anhaltende Calciumsignale erzeugen. Fehlt die Möglichkeit der Inhibierung, entsteht eine angeborene Form der Nachtblindheit, bei der die Betroffenen bei Dämmerung und Dunkelheit unter erheblichen Sehproblemen leiden.

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