Ludwig-Maximilians-Universität München
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Schlüssel zur Therapie von Neurodegeneration

Protein löst häufige Demenz und Nervenleiden aus

München, 05.10.2006

Ein bislang kaum untersuchtes Protein spielt eine Schlüsselrolle in mindestens zwei schweren neurodegenerativen Erkrankungen, wie ein internationales Team jetzt in Science berichtet. Die Forscher, zu denen auch Privatdozentin Dr. Manuela Neumann und Professor Dr. Hans Kretzschmar vom Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München gehören, fanden das Protein TDP-43 in pathologischen Einschlüssen, die bei der häufigsten Unterform der „Frontotemporalen Demenz“, kurz FTD, im Gehirn entstehen. Bei dieser unheilbaren Erkrankung führt der Untergang von Neuronen im Stirn- und Schläfenbereich zu schweren Verhaltensstörungen und Sprachverlust. TDP-43 ist zudem die Hauptkomponente in Einschlüssen bei einer weiteren neurodegenerativen Erkrankung, der Amyotrophen Lateralsklerose, wie wohl auch bei anderen Leiden. Neumann gehört zu den drei Erstautoren und führte ihre Arbeit während eines Forschungsaufenthalts im Labor der Projektleiterin, Professor Dr. Virginia M.-Y. Lee, an der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA, durch.

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