Ludwig-Maximilians-Universität München
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Qualitätskontrolle für zelluläre Kraftwerke

Protein isoliert defekte Mitochondrien in der Zelle

München, 28.09.2006

Mitochondrien liefern den Zellen höherer Organismen Energie und sind unter anderem an Prozessen der Alterung beteiligt. Vor allem die Morphologie dieser Zellbestandteile ist wichtig für ihre Funktionsfähigkeit. Entsprechend wurden bei einer Reihe muskulärer und neurologischer Erkrankungen strukturell veränderte Mitochondrien nachgewiesen. Der Zusammenhang zwischen Funktion und Morphologie ist noch weitgehend ungeklärt.

Ein internationales Team um Dr. Stéfane Duvezin-Caubet und Dr. Andreas Reichert am Adolf-Butenandt-Institut für Physiologische Chemie der Ludwig-Maximlians-Universität (LMU) München berichtet jetzt aber in der online-Ausgabe des „Journal of Biological Chemistry“, dass das Protein OPA1 bei defekten Mitochondrien eine strukturelle Änderung auslösen kann. Diesen Zusammenhang konnten die Wissenschaftler auch bei Patienten mit verschiedenen mitochondrialen Erkrankungen nachweisen. Eine Folge der Strukturänderung ist, dass die Mitochondrien nicht mehr miteinander fusionieren können. Auf diesem Weg werden sie vom mitochondrialen Netzwerk getrennt und dann wohl aus der Zelle entfernt.

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