Ludwig-Maximilians-Universität München
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Strategieprozesse: LMUinnovativ und 50-40-10

Um ihr Forschungsprofil nachhaltig zu schärfen, hat die LMU im Jahr 2004 den LMUinnovativ-Prozess initiiert und in ihren vier Fächergruppen – Geistes- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Naturwissenschaften und Medizin – Schwerpunktthemen definiert. In einem antragsgestützten Verfahren und unter maßgeblicher Beteiligung externer Gutachterinnen und Gutachter hat die Hochschulleitung in diesen Schwerpunktbereichen exzellente Forschungsvorhaben ausgewählt und gezielt gefördert. In den Jahren 2004 und 2005 wurden auf diese Weise etwa 150 Stellen umgeschichtet. Der Erfolg der LMU in der Exzellenzinitiative geht wesentlich auf diesen Prozess zurück.

Auf der Grundlage von LMUinnovativ und den Ergebnissen der ersten Antragsphase der Exzellenzinitiative  hat die LMU in den Jahren 2008 und 2009 erneut einen Strategieprozess durchgeführt – den sogenannten „50-40-10-Prozess“. Die Bezeichnung basiert auf einer Richtlinie, die die Hochschulleitung zu Beginn des Prozesses definiert hat: Demnach sollen etwa 50 Prozent aller bis zum Jahr 2016 frei werdenden Professuren in der bisherigen Ausrichtung, 40 Prozent in einer neuen Ausrichtung und 10 Prozent als Anschlussfinanzierung in die Exzellenzinitiative investiert werden.

Mit Schwerpunkt- und Potenzialbereichen sowie herausragender Individualforschung wurde ein dreistufiges Modell der Profilbildung etabliert. Dadurch hat die LMU ihr Forschungsprofil erheblich geschärft und die finanzielle Nachhaltigkeit der Strukturen, die sie in der ersten Antragsphase der Exzellenzinitiative geschaffen hat, sichergestellt: In allen drei Förderlinien werden ab 2011 Fördermaßnahmen in Höhe von etwa 15 Millionen Euro pro Jahr in die Grundfinanzierung übernommen.

Das hervorragende Abschneiden der LMU in der zweiten Phase des Exzellenz-Wettbewerbs bestätigt den Erfolg dieser Strategieprozesse.