Ludwig-Maximilians-Universität München
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Fakten und Fiktionen

Zur Rolle der Imagination in der Strafjustiz Argentiniens

Vortrag von Dr. Ingo Rohrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) im Forschungskolloquium zu den Amerikas aus kulturwissenschaftlicher Sicht Die Strafjustiz Argentiniens hat die Aufgabe mit rationaler Beweisführung einen bestimmten Geschehensablauf zu rekonstruieren, um basierend auf den so ermittelten Fakten ein Urteil zu fällen. Am Beispiel einer Verhandlung vor einem Strafgericht in Buenos Aires werde ich aufzeigen, wie Angestellte des Justizwesens die Urteilsfindung mit ihren eigenen Vorstellungen begleiten, Vermutungen anstellen und Felder des Nicht-Wissens mit Fiktionen füllen. Obschon dieses Imaginieren für die Urteilsfällung nicht relevant ist, bildet es einen großen Bestandteil des Arbeitsalltags und Justizangehörige verwenden viel Zeit und Energie auf die Formulierung, Darstellung und Diskussion ihrer Vorstellungen. In diesem Vortrag möchte ich daher den Fragen nachgehen, wieso diese Imaginationen bemüht werden, wie sie ausgestaltet sind, welche Gesellschaftsbilder ihnen zugrunde liegen und woher bestimmte Vorstellungsmuster rühren. Damit möchte ich den Blick auf die alltäglichen Praktiken von Imagination lenken und zur Diskussion über die Bedeutungen und Auswirkungen von Vorstellungen anregen.

Dieses Kolloquium dient als Forum, um laufende oder auch geplante kulturwissenschaftliche Forschungen zu den Amerikas zu diskutieren und fachbezogene Informationen auszutauschen. Interessierte sind herzlich willkommen!

Do, 17.05.2018
18:00 – 20:00 Uhr

Institut für Ethnologie Raum L155 (Obergergeschoss)
Oettingenstraße 67
80538 München

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