Ludwig-Maximilians-Universität München
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50 Jahre Prager Frühling

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Gesprächsabend im Rahmen der Reihe „Vis-à-vis“ mit Prof. Dr. Martin Schulze Wessel und Peter Brod

Die Erinnerung an den Prager Frühling ist heute überlagert von den Bildern der Invasion: Sowjetische Panzerbesatzungen auf dem Wenzelsplatz, denen Protest junger Tschechen entgegenschlägt. Es lohnt aber, den Prager Frühling nicht vom tragischen Ende her zu denken. Die Monate der Reform von Januar bis August 1968 waren in der Tschechoslowakei eine verdichtete Zeit, in der eine Reform von oben in eine revolutionäre Bewegung überging.

Schon seit der Mitte der sechziger Jahre hatten sich Experten mit neuen Ordnungsmodellen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt. Mit dem Machtwechsel innerhalb der Kommunistischen Partei kam im Januar 1968 die Gelegenheit, aus diesen Überlegungen politische Reformen zu gestalten. Garantie von Freiheitsrechten, Demokratisierung, Wirtschaftsreform und Föderalisierung des Staates waren die Stichworte eines sich überschlagenden Reformprozesses, der sich bald in Widersprüchen verfing und doch bis zur sowjetischen Intervention vom 20./21. August die Gesellschaft immer wieder für die Reform mobilisierte.

Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist Lehrstuhlinhaber für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München, Erster Vorsitzender des Collegium Carolinum und Mitglied der BAdW.

Peter Brod ist freier Journalist in Prag. Zuvor arbeitete er bei der BBC und beim Radio Freies Europa sowie als Redakteur und später als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung.

Mo, 14.05.2018
18:00 Uhr

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München

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