Ludwig-Maximilians-Universität München
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Objekte in Buchform

Vom Reliquiar zur Laptoptasche

aus der Reihe Vortragsreihe „Kunsthistorische Objektwissenschaft“

Welche weitreichenden Perspektiven sich eröffnen, wenn der kunsthistorische Blick verstärkt auf Gegenstände gerichtet wird, welche dem modernen, europäischen Kunstbegriff nicht entsprechen, hat in der jüngeren deutschsprachigen Kunstgeschichte die Bildwissenschaft bewiesen. Wird aber die Kunstgeschichte zu einer Bildwissenschaft, so reduziert sie ihren Kompetenzbereich drastisch – indem sie ganze Gegenstandsbereiche ausgrenzt, die keine Bilder sind. Gemeint ist zunächst das europäische ‚Kunstgewerbe‘. Aber auch vielfältige Artefakte außereuropäischer, oft vorkolonialer Kulturen werden vernachlässigt, obwohl ihnen in einer global und interdisziplinär aktiven Kunstgeschichte eine entscheidende Rolle zukommen muss.

Daher sollte eine Objektwissenschaft der Bildwissenschaft an die Seite gestellt werden, keinesfalls in einer Opposition, sondern in produktiver Zusammenarbeit: Allein aus dem Grund, dass die komplexen Verhältnisse zwischen Bild und Objekt zentrale Fragen des Faches darstellen. Die Vortragsreihe präsentiert Ergebnisse und Erkenntnisse der Forschergruppe „Vormoderne Objekte“ (Ludwig-Maximilians-Universität München/Elitenetzwerk Bayern) und lädt auswärtige Gäste dazu ein, ihre Erfahrungen und Vorstellungen im Feld der kunsthistorischen Objektwissenschaft zu erläutern.

Vortragende(r): Dr. Philippe Cordez (LMU, Vormoderne Objekte)

Mo, 23.10.2017
18:00 – 20:00 Uhr

Raum M 018
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

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