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Familienfreundlichkeit

Die LMU und ihre „Rabauken“

München, 10.08.2012

In München ist die Nachfrage nach Kinderbetreuung groß – es gibt jedoch zu wenig Plätze. Die LMU tut viel gegen diese Situation und für familienfreundliche Bedingungen für Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Studierende.

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Allein in der Kinderkrippe LMU-Rabauken gibt es 26 Plätze für Kinder von Mitarbeitern und Studierenden. Die Krippe wird von einer Elterninitiative in Räumen der LMU betrieben.

Regelbetreuung, Notfallbetreuung, flexible stundenweise Betreuung, Back-Up-Betreuung – allein die Vielzahl der Begriffe zeigt, wie wichtig der LMU Familienfreundlichkeit ist. Ihre Anstrengungen in diesem Bereich sind jedoch beeinflusst von der Gesamtlage in München. „Mit dem Notstand in der Stadt München in Sachen Kinderbetreuung ist natürlich auch die LMU konfrontiert“, sagt Margit Weber, Frauenbeauftragte der LMU. „Deswegen hat sie es schwerer, für ihre Beschäftigten und Studierenden Vereinbarkeitslösungen zu finden, als andere Universitäten in anderen Städten.“ Dazu kommt die Größe der LMU: allein etwa 13 Prozent der rund 50.000 Studierenden haben ein oder mehrere Kinder. 

Campuskinder und LMU-Rabauken
Aufgrund der Größe der LMU und der unterschiedlichen Arbeitszeiten der Beschäftigten in den verschiedenen Fachbereichen und der Studierenden ist der Bedarf an Betreuungslösungen sehr unterschiedlich. Zusammen mit anderen Einrichtungen, insbesondere dem Studentenwerk München, versucht die LMU, möglichst viel dieses Bedarfs abzudecken: In den Kinderkrippen „Uni-Kleckse“, „LMU-Rabauken“ und der Kindertagesstätte in Martinsried gibt es die Möglichkeit, Kinder ganz- oder halbtags betreuen zu lassen. Für diejenigen, die ihr Kind nur während einer Vorlesung oder kurzfristig abgeben wollen, gibt es mit den „Campuskindern“ eine flexible Kinderbetreuung. Zudem können sich Kinder von Mitarbeitern seit 2010 über das abwechslungsreiche Programm der Inhouse-Ferienbetreuung an der LMU freuen.

Angesichts der angespannten Betreuungslage in München ist Selbsthilfe und -Organisation eine gute Alternative. Im LMU-Team „Studieren mit Kind“ haben Eltern und Schwangere die Möglichkeit, sich zu vernetzen und auszutauschen. Darüber hinaus plant die Studienberatung ab dem kommenden Wintersemester im Rahmen von Lehre@lmu die Einrichtung von Spielgruppen, Spielcafes und Familienfrühstücks, um Studierende mit Kind zusammenzubringen und einen Austausch über das Kursangebot der Studienberatung hinaus untereinander anzuregen.

Über die Betreuung hinaus sind es die vermeintlich kleinen Fragen und Hürden des Alltags, mit denen Eltern konfrontiert sind: Wo kann ich mein Kind wickeln oder stillen? Wie komme ich mit Kinderwagen in den Hörsaal? Auch hierfür stellt die LMU die notwendige Infrastruktur - seit vielen Jahren gibt es eine große Zahl an Still- und Wickelmöglichkeiten. 

Familienfreundlichkeit beginnt mit Beratung
Als Institution mit begrenzten Ressourcen kann die LMU nicht den gesamten Betreuungsbedarf durch eigene Angebote lösen. Umso wichtiger ist es, den Bereich Beratung und Vermittlung abzudecken: Auch hier war die LMU Vorreiter und schloss als erste bayerische Universität 2008 einen Kooperationsvertrag mit der pme Familienservice GmbH ab: Mitarbeiter können die Beratung und Vermittlung des pme Familienservice kostenlos in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür übernimmt die LMU. Eine besondere Zugabe dieser Kooperation: Die LMU übernimmt auch die Kosten der Notfallbetreuung in der Back-Up-Einrichtung des Familienservices, wenn die Regelbetreuung ausfällt.

Für Studierende mit Beratungsbedarf hat die Studienberatung eine Art Helpdesk für Fragen rund um das Thema „Studieren mit Kind“ geschaffen. „So wie der Studieninformationsservice (SIS) im Großen, dient die Clearing Stelle als erste Anlaufstelle. Drei studentische Mitarbeiterinnen fungieren als eine Art Soforthilfe“, sagt Hildegard Adam von der Studienberatung. „Wir versuchen, schnelle und pragmatische Lösungen zu finden: beispielsweise haben wir für eine junge Mutter sehr schnell organisiert, dass sie während einer langen Prüfung stillen kann. In solchen Fällen hilft uns die gute Vernetzung innerhalb der LMU, zum Beispiel mit den Prüfungsämtern und den Fachstudienberatern.“

Mit Fragen zu finanziellen Themen bis hin zu studienspezifischen oder persönlichen Anliegen kommen die Eltern in die Beratung; von der allein erziehenden Mutter, die sich um alles kümmern muss bis hin zu  – in letzter Zeit vermehrt – Paaren, die sich im Vorfeld schon über die Rahmenbedingungen eines Studiums mit Kind an der LMU informieren wollen. „Das zeigt“, so Adam, „dass es in Zukunft noch wichtiger sein wird, Studiengänge noch familienfreundlicher zu gestalten.“ Neben dieser Anlaufstelle in der Studienberatung können sich Studierende und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen  an die Frauenbeauftragte der LMU wenden. In sozialen Angelegenheiten bietet das Studentenwerk ebenfalls Beratungsstellen an.

Unterm Strich kann in einem Bereich wie der Kinderbetreuung gar nicht genug getan werden. „Dennoch nimmt die LMU viel Geld in die Hand und tut für eine so große Uni viel für ihre Familienfreundlichkeit“, sagt Frauenbeauftragte Margit Weber.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse