Ludwig-Maximilians-Universität München
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Biomedizinische Forschung

LMU-Wissenschaftler erhalten m4 Award

München, 01.12.2015

Drei Forschende der LMU sind mit dem m4 Award des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden. Damit haben LMU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler bereits zum dritten Mal in Folge diesen Preis gewonnen.

Für ihre Forschung zum Thema A new antibody derivative that simultaneously targets tumor cells and locally inhibits immune checkpoints sind Dr. Nadja Fenn, Professor Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum der LMU zusammen mit Professor Marion Subklewe vom Klinikum der Universität München ausgezeichnet worden. Neben ihnen erhielten vier weitere Forscherteams die Auszeichnung.

Das Immunsystem erkennt körpereigene Zellen, die nicht angegriffen werden dürfen, an Molekülen, die im Allgemeinen als „marker of self“ bezeichnet werden. Viele Krebszellen verstecken sich vor dem Immunsystem, in dem sie diese „marker of self“ in hoher Zahl auf ihrer Oberfläche tragen. Der Ansatz von Dr. Fenn, Professor Hopfner und Professor Subklewe ist es, diese Tarnung auszuschalten und das Immunsystem des Patienten zu aktivieren. Dazu wird ein künstlicher Antikörper entwickelt, der spezifisch Krebszellen erkennt, Immunzellen mobilisiert und zugleich die Unterdrückung des Immunsystems aufhebt.

Mit dem m4 Award zeichnet das Bayerische Wirtschaftsministerium innovative biomedizinische Forschungsprojekte aus, die das Potenzial zu einer Unternehmensgründung haben. Für die sogenannte „Pre-Seed-Phase“ vor der Gründung stellt der Freistaat den Gewinnern rund 500.000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung. Seinen Ursprung hat der m4 Award im „Münchner Spitzencluster“, einem von Bund und Land gemeinsam im Großraum München finanzierten Programm zur Förderung der „personalisierten Medizin“. Bereits bei der Etablierung wurde dieser Wettbewerb mit den Mitteln des Bayerischen Wirtschaftsministeriums auf den gesamten Freistaat ausgedehnt.