Ludwig-Maximilians-Universität München
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March of Science München

„Wissenschaft ist keine Meinung“

München, 07.04.2017

Am 22. April finden in München sowie in 400 Städten weltweit Marches of Science statt. Nicht nur Wissenschaflterinnen und Wissenschaftler sind aufgerufen, für den „Wert von Evidenzbasiertheit in Zeiten von ‚alternativen Fakten‘“ zu demonstrieren.

Logo March of ScienceUrsprung der mittlerweile internationalen Proteste waren Proteste in den USA gegen die Wissenschaftsfeindlichkeit der neuen Regierung. In Deutschland finden die Marches of Science im Bereich der Wissenschaft viele prominente Unterstützer. Demonstriert werde – so die Initiatoren – im Kern „für den Wert von Wissenschaft und Forschung als eine Lebensgrundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft“ und gegen den zunehmenden Populismus. „Autoritäre und populistische Regierungen haben die freie Wissenschaft als ihren neuen Feind ausgemacht. In Ungarn soll die Central European University geschlossen werden, in Russland ist der European University die Lehrerlaubnis entzogen worden. Beide Universitäten gehören zu den renommiertesten ihres Landes. Von der Freiheit der Wissenschaft und speziell der Universitäten hängt im östlichen Europa - und nicht nur dort - die Entwicklung hin zu Demokratie und Wohlfahrt ab“, sagt Professor Martin Schulze Wessel, der an der LMU Geschichte Süd- und Osteuropas lehrt.

Auch Professor Christof Mauch, Direktor des Rachel Carsson Centers der LMU, sieht in der zunehmenden Wissenschaftsfeindlichkeit und dem Herunterspielen von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen eine Gefahr. „In Washington hat die Wissenschaftsfeindlichkeit einen Tiefpunkt erreicht. Präsident Trump hat die meisten Stellen des Wissenschaftsstabs im Weißen Haus schlicht nicht besetzt. Mehrere Republikaner plädieren offen dafür, das Science and Technology Office ganz zu schließen. Tiefgreifend und beunruhigend sind aber vor allem die von Trump vorgesehenen Streichungen im Wissenschaftshaushalt. Das betrifft die Forschung zum Klimawandel, zu Umweltschäden und zum Gesundheitswesen.“, so Mauch.

Wenn Sie sich für eine Teilnahme am Science March interessieren, finden Sie weitere Informationen unter: https://sciencemarchger.wordpress.com/