Ludwig-Maximilians-Universität München
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Grundsteinlegung

Neubau für die Mikrobiologie in Oberschleißheim

München, 16.10.2017

Am Montag, 16. Oktober, wird der Grundstein gelegt für eine wichtige Erweiterung des Tierärztlichen Campus der LMU in Oberschleißheim: Bis 2020 entsteht dort ein neues Gebäude für die Mikrobiologie.

oberschleissheim_260Mit dem Neubau, der 2.886 Quadratmeter Hauptnutzfläche haben und 48,5 Mio Euro kosten soll, vollzieht die LMU den nächsten Schritt zur Konzentration ihrer Tierärztlichen Fakultät am Standort Oberschleißheim.

In das Gebäude für Mikrobiologie ziehen zwei Forschungsgruppen der Tierärztlichen Fakultät ein: der Lehrstuhl für Bakteriologie und Mykologie von Professor Reinhard Straubinger und der Lehrstuhl für Virologie von Professor Gerd Sutter. Beide Einheiten konzentrieren sich auf die Forschung zu Infektionen unterschiedlichster Erreger, die Nutztiere und zunehmend auch den Menschen befallen können, sowie zur Entwicklung von Impfstoffen.

„Mit dem Umzug auf den neuen Campus haben wir die besten Aussichten, hier an diesem Standort eine internationale Vorreiterrolle übernehmen zu können“, sind sich Professor Straubinger und Professor Sutter einig. Beide sehen den Neubau als gute Voraussetzung, um in Oberschleißheim ein forschungsstarkes Zentrum für nationale und internationale Infektionsmedizin und Zoonosen aufzubauen. Auch andere Forschungseinheiten wie etwa die Parasitologie könnten in einem zweiten Bauabschnitt dort angesiedelt werden.

Für die Tierärztliche Fakultät der LMU – die größte in Deutschland und einzige im süddeutschen Raum – bietet der sukzessive Ausbau des Campus in Oberschleißheim viele wissenschaftliche und infrastrukturelle Vorteile. Denn am alten Standort am Englischen Garten ist nicht nur der Platz viel zu begrenzt. Auch die Gebäude – in den 1950er-Jahren als Zweckbauten entstanden – entsprechen längst nicht mehr dem Design, das moderne veterinärmedizinische Einrichtungen in Bezug auf Forschung, Patientenversorgung und vor allem auch Lehre aufweisen sollten, auch wenn sie ständig im Rahmen der Möglichkeiten baulich ertüchtig werden.

Auch in Hinblick auf potenzielle Neuberufungen und die damit verbundene Einrichtung von neuen Laboren mit entsprechenden Technologien sind die Gebäude in Schwabing längst nicht mehr state of the art: „Wir wollen Spitzenforscher nach München holen, und denen wollen wir auch eine entsprechende Infrastruktur bieten“, so der Dekan Reinhard Straubinger. Das wäre in Oberschleißheim möglich.

Ein wichtiger Vorteil des Standorts vor den Toren Münchens ist auch, dass er an der Autobahn und in der Nähe des Flughafens liegt, was Transporte vereinfacht, denn zumeist kommen die Patientenbesitzer mit dem Auto – weshalb in Oberschleißheim auch Parkmöglichkeiten geschaffen werden – und immer mehr Patientenbesitzer reisen mit dem Flugzeug aus dem Ausland an.

Zudem müssen Studierende und Lehrende der LMU dann nicht mehr zwischen der Stadtmitte und dem Stadtrand pendeln, um Vorlesungen und praktische Übungen zu absolvieren. Nicht zuletzt ist mit den Lebensmittelwissenschaften, den Nutztierkliniken, dem Lehr- und Versuchsgut der Tierärztlichen Fakultät sowie dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ein wissenschaftliches Umfeld vorhanden, das ideale Möglichkeiten für die Vernetzung bietet.

Der neue, entstehende Campus, der bereits die Klinik für Vögel, die Klinik für Schweine sowie die für Wiederkäuer umfasst, wird durch die enge räumliche Beziehung aller Einrichtungen der Fakultät einzigartige Möglichkeiten für Forschung Lehre bieten, wie sie an kaum einer anderen europäischen tierärztlichen Bildungsstätte gegeben sind.