Ludwig-Maximilians-Universität München
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China Academic Network

Scientific Forum an der LMU

München, 27.10.2017

Den Austausch von Forschung und Lehre zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der LMU und den führenden Universitäten in China zu fördern, ist das Ziel des LMU–China Academic Network (ChAN). An diesem Wochenende findet zum dritten Mal das Scientific Forum des Netzwerks statt, nach der Zhejiang Universität in Hangzhou im letzten Jahr diesmal wieder in München. Insgesamt 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder treffen sich zum gemeinsamen Austausch in bestehenden Projekten sowie zur Entwicklung neuer Kooperationen und interdisziplinärer Dialoge – und das in den verschiedensten Bereichen: von der Medizin und den Life Sciences über Geistes- und Sozialwissenschaften bis hin zur Physik.

Foto: International Office LMU

Im Mittepunkt stehen Fragestellungen, die aktuell in beiden Ländern von großer Bedeutung sind. „Das Interesse für Umweltpolitik und Umweltstudien hat in den letzten Jahren in China stärker zugenommen als in allen anderen Ländern der Welt, nicht nur in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, sondern auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften“, sagt Professor Christof Mauch, Direktor des Rachel Carson Center for Environment and Society der LMU und Ehrenprofessor an der Renmin Universität in Peking. Die Entwicklung der Umweltgeschichte in Deutschland hat institutionell und in der Forschung von einer engen Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern profitiert – und umgekehrt. Ein weiteres Beispiel für die enge Kooperation beider Länder ist ein Workshop im Anschluss an das Scientific Forum. Vom 3. bis 5. November werden sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Rachel Carson Center mit Umwelthistorikern und Geographen aus den chinesischen Partneruniversitäten austauschen, ihre wissenschaftlichen Arbeiten diskutieren und bilaterale Forschungs- und Austauschinitiativen ausloten. Der Titel der Veranstaltung „Asia and the Pacific: Environments - Cultures - Histories“ spielt auf die globale Verflochtenheit Chinas an und auf die Tatsache, dass Umweltveränderungen immer auch mit kulturellen Transformationen einhergehen.

Das LMU Scientific Forum des China Academic Network der Universität München bietet gerade jungen Forschern und Forscherinnen die Chance, Forschungsergebnisse, insbesondere auch Ergebnisse die aus deutsch-chinesischen Verbundprojekten resultieren, einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich klar sagen, dass dies enorm motivationsfördernd ist und hilft, gemeinsame Projekte voranzubringen,“ betont Professor Martin Biel, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmakologie und Koordinator der LMU-Tongji Junior Research Group mit Sitz an der Tongji Universität in Shanghai. „Das persönliche Treffen deutscher und chinesischer Wissenschaftler ist sehr hilfreich, neben den rein fachspezifischen Fragen auch interkulturelle Aspekte zu beleuchten.“ Ein zentraler Bestandteil des chinesisch-deutschen Projekts sind bilaterale Forschungsaufenthalte von Wissenschaftlern aus der Junior Research Group und dem Lehrstuhl von Martin Biel, um konkrete Experimente durchzuführen, Technologien zu erlernen und Forschungsprojekte vor Ort zu diskutieren.

Über das LMU-China Academic Network hat die LMU ihre Beziehungen zu ausgewählten Spitzenuniversitäten in China, wie der Peking- und der Renmin-Universität in der Hauptstadt, der Fudan und Jiaotong Universität in Shanghai und der Zhejiang-Universität in Hangzhou, ausgebaut und vertieft. Neben dem Scientific Forum werden im Rahmen des ChAN-Netzwerks Forschungsaufenthalte, Mini-Workshops und Summer Schools zwischen der LMU und ihren Partneruniversitäten unterstützt.