Ludwig-Maximilians-Universität München
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Kunst und Multimedia

LMU goes Ars Electronica

München, 29.08.2017

Anfang September geht es für Studierende des Bachelorstudiengangs Kunst und Multimedia des Instituts für Kunstpädagogik und Masterstudierende der Arbeitsgruppe Medieninformatik der LMU nach Linz. Sie stellen auf der Ars Electronica – dem renommierten Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft – vom 07. bis 11. September 2017 ihre künstlerischen Arbeiten aus.

Präsentation des digitalen Comics von Michel Hohendanner auf der Ars Electronica. Die Bilderstrecke zeigt Ausschnitte aus "The Call of Cthulhu".

Bilderstrecke: 1 2 3 4 5 6 7

Düstere Atmosphäre und bedrohliche Gestalten kennzeichnen die Horrorgeschichten des 1937 verstorbenen Autors H.P. Lovecraft. Aus dessen Kurzgeschichte „The Call of Cthulhu“ hat Michel Hohendanner, Kunst und Multimedia-Student der LMU, einen experimentellen, digitalen Comic entwickelt, der auf der Ars Electronica in Linz zu sehen ist. „Das Festival bietet mir die einmalige Möglichkeit viele Leute zu erreichen und auch konservativen Comicfans zu zeigen, dass die Digitalisierung einer Geschichte auch ein Zugewinn sein kann", hofft Michel. „Die animierten Elemente setzen andere Schwerpunkte. Man kann entscheiden, was der Leser wann sehen soll. Dazu kommt die Musik, die den Leser tiefer in die Story zieht“. Das visuelle Storytelling im Zusammenspiel mit geheimnisvoller Musik verstärkt noch die dunkle Stimmung der Vorlage.

Vom Werkraum auf die Ars Electronica
Neben der Comicadaption werden unter dem Motto: „Sense of Space and Sense of Time“ noch 13 weitere Projekte von LMU-Studierenden ausgestellt, unter anderem interaktive Installationen, Virtual-Reality Projekte, ein Light-Shifting Display und ein Zeichenroboter. Die Projekte entstanden im Modul „Künstlerische Projektarbeit“, wo die Studierenden zwei Semester an einem selbst gewählten Thema gearbeitet haben. Beispiele aus Medienkunst und Design und innovative Technologien inspirierten die Studierenden bei der Themenwahl ebenso wie zukünftige Berufswünsche und avisierte Masterstudiengänge. Im Seminar ist Dozentin Karin Guminiski der Austausch zwischen den Studierenden wichtig: „Alle Projektideen werden zunächst auf Basis von Brainstorming und Mindmapping ins Leben gerufen. Die Konzeptideen werden regelmäßig diskutiert und die kollektive Kreativität wird gewinnbringend genutzt. Im Seminar profitieren wir nicht selten von den unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Studierenden mit ins Studium bringen.“ Guminski hatte auch die Idee, Projekte ihres Studiengangs bei den Organisatoren der Ars Electronica einzureichen: „Wir stellten dem Kurator Team Videos, Fotos und Kurzbeschreibungen der Projekte zur Verfügung und erhielten dann im Mai dieses Jahres erfreulicherweise die Zusage.“ Beeindruckt hat die Jury wohl auch die Vielfalt der Projektthemen. „Aufgrund der Diversität der Projektgenres holten wir bei Bedarf Spezialisten beratend hinzu“, berichtet Guminski.

COMB, ein formenbasiertes Interface für musikalische Interaktionen

Beat Roßmy, B.A. Kunst und Multimedia, ist Master-Student der Medieninformatik an der LMU und mit seiner Masterarbeit COMB auf der Ars Electronica vertreten. COMB ist ein formenbasiertes Interface für musikalische Interaktionen. Mehrere sechseckige Bausteine, die, je nachdem, wie man diese zusammensetzt, verschiedene Instrumente ansteuern und so Musik erzeugen. Eine praktische Anwendung für sein Interface sieht Beat Roßmy im Bereich der musikalischen Früherziehung, die sich aktuell zumeist auf einfache Schlaginstrumente und Blockflöten beschränkt: „Mit dem COMB können Kinder spielerisch erleben, wie elektronische Musik produziert wird.“

Inside Paris
Ebenso praktisch anwenden lässt sich die Reiseapp von Alina Giesler, Kunst und Multimedia-Studentin am Institut für Kunstpädagogik der LMU, die bereits im App Store angeboten wird. „Inside Paris“ zeigt die die französische Metropole mit den Augen der Einheimischen. Das Besondere: Es stehen die versteckten Orte und neuesten Lieblings-Adressen der Pariser im Vordergrund, nicht die Touristenattraktionen. Die App und die anderen Kunstprojekte werden vom 07. bis 11. September 2017 in Linz zu sehen sein. Für Alina schließt sich damit der Kreis: „Die Ars Electronica war auch immer wieder Thema im Studium. Jetzt, am Ende meines Studiums, selbst dort ausstellen zu dürfen, ist das finale Highlight für mich.“