Ludwig-Maximilians-Universität München
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Qualitätspakt Lehre

BMBF fördert „Lehre@LMU“

München, 07.12.2016

Lehre@LMU steht für viele erfolgreiche Projekte, die die Lehre an der LMU weiter verbessern. Das ist ein Ansporn – nicht für ein schlichtes „Weiter so“, sondern vor allem dafür, neue Schwerpunkte zu setzen und wichtige Impulse zu geben: Self-Assessment und die Digitalisierung in der Lehre sind neue Themen im Rahmen der zweiten Förderphase des Qualitätspakts Lehre. Die LMU wird dafür erneut mit der vollen Antragsumme – rund 23 Millionen Euro – gefördert. Heute überreicht das BMBF die Urkunden.

LMU-Präsident Professor Bernd Huber; Stefan Müller, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung; Professor Martin Wirsing, Vizepräsident für den Bereich Studium der Ludwig-Maximilians-Universität (von rechts nach links); Foto: Joerg Koch

„Mit dem Qualitätspakt Lehre möchten wir die Betreuung der Studierenden in ihrer Vielfalt und die Qualität der Lehre verbessern. Digitale Lehrformate stehen dabei genauso im Fokus wie die Studieneingangsphase und der Praxisanspruch moderne Hochschullehre. Die Palette an geförderten Maßnahmen ist bunt, um individuell auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen“, so Stefan Müller, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. „In ihrem umfassenden Qualitätspakt Lehre-Projekt ‚Lehre@LMU‘ wird ein großer Maßnahmenkatalog zur professionellen Qualifizierung der Hochschullehrer entlang der Karrierestufen bereitgestellt.“ „Ich freue mich über den Erfolg unserer Konzepte“, sagt LMU-Präsident Bernd Huber. „Die LMU hat sich mit Lehre@LMU hohe Ziele gesteckt und diese bereits in vielen Projekten umgesetzt, zum Beispiel bei der systematischen Integration von Forschungs- und Praxisorientierung in die Lehre. Studierende haben bereits während des Studiums die Gelegenheit, ein Forschungsprojekt weitgehend selbstständig durchzuführen. Für die LMU ist die Weiterführung von Lehre@LMU sehr wichtig.“

Die Stärkung der forschungsorientierten Lehre, die Unterstützung von Studierenden in kritischen Übergangsphasen und die kontinuierliche Weiterqualifizierung von Dozentinnen und Dozenten sind die wichtigsten Ziele von Lehre@LMU. Durch viele erfolgreiche Projekte konnten diese Ziele vorantrieben werden, wie zum Beispiel das P2P-Mentoring für Erstsemester: Die LMU stellt ihren Studienanfängern eine Kommilitonin oder Kommilitonen aus einem höheren Semester zur Seite, um den Studieneinstieg zu erleichtern. Ein weiteres Beispiel ist das Programm TutorPlus, das die Tutorenausbildung an der LMU enorm verbessert hat.

Neues aus dem Konzept: Self-Assessments und Digitalisierung in der Lehre
Ein neuer Ansatz von Lehre@LMU greift künftig bereits bei der Studienwahl: Gefördert werden Projekte für sogenannte Self-Assessments. Mit diesem Angebot, sich vor einem Studium mit einem Studienfach auseinanderzusetzen, hat die LMU bereits gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit dem Online-Assessment SelF des Münchner Zentrums für Lehrerbildung (MZL). Um falschen Vorstellungen vom Lehrerberuf entgegen zu wirken, bietet das Portal SelF rund um das Berufsbild kurze Filme, Statements, Kommentare und Materialien an und hilft, die Frage „Kann und will ich Lehrer werden?“ zu beantworten. Künftig sollen diese Self-Assessments die Vorstellungen von Studieninteressierten zu ihrem Studienwunsch schärfen.

Brandneu stehen auch E-Learning-Projekte im Fokus: Gefördert werden sollen zum Beispiel ‚Blended Learning‘-Konzepte und ‚Inverted Classrooms‘. „Diese können besonders sinnvoll sein, da sie Lehrveranstaltungen straffen und entlasten“, sagt Vizepräsident Martin Wirsing, der als Informatik-Professor die Stärken und Schwächen des Themas Digitalisierung in der Lehre kennt. „Das Wichtigste beim Einsatz neuer Medien ist, dass sie dem besseren und erfolgreicheren Lernen dienen. Power-Point- Präsentationen etwa haben für den Lernerfolg nichts gebracht. Es müssen also Systeme eingeführt werden, die den Lernerfolg tatsächlich verbessern.“ Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von E-Learning ist PferD3. Studierende der Tierärztlichen Fakultät haben mithilfe von Spielentwickler-Software ein Lernprogramm für die Untersuchungen am Pferd entwickelt. Dadurch können Studenten die anatomische Anordnung und den Aufbau der Organe digital nachvollziehen. „Neben den vielen Projekten hat Lehre@LMU eine neue Wertschätzung für die Lehre gebracht und darüber hinaus eine Diskussion angestoßen“, sagt Wirsing. „Ich freue mich, dass diese Entwicklung nun weitergeht.“