Ludwig-Maximilians-Universität München
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Digitaler Campus Bayern

Neues Bachelor-Nebenfach an der LMU

München, 10.10.2016

Im Rahmen des Innovationsprogramms Digitaler Campus Bayern der Bayerischen Staatsregierung erhalten die LMU sowie die Universitäten in Erlangen und Regensburg eine Anschubfinanzierung von insgesamt 3,6 Millionen Euro, um ein kooperatives Studienangebot im Bereich Digital Humanities bereitzustellen.

Bild: Rawpixel.com/fotolia.com

Digital Humanities meint die Einbindung von modernen Informationstechnologien in die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung und Lehre. An der LMU heißt dies konkret, das in den Sprach- und Literaturwissenschaften gewonnene IT-Wissen etwa in der Korpuslinguistik, der Geolinguistik oder der Sprachgeschichte zu systematisieren und in das Bachelor-Studium der Fächer Germanistik, Anglistik sowie Romanistik zu integrieren. Dafür richten derzeit die sprachwissenschaftlichen Fächer an der LMU in Zusammenarbeit mit der IT-Gruppe Geisteswissenschaften ein optionales BA-Nebenfach Digital Humanities – Sprachwissenschaft (DHLing) ein. Dieses Studienangebot kann an das bereits in der ersten Antragsrunde 2015 an der LMU bewilligte Lehrangebot Digitale Datenanalyse in den Geschichts- und Kunstwissenschaften anknüpfen und die dort entstandene digitale Lehr- und Forschungsinfrastruktur DH-VLab technisch weiterentwickeln und fachlich ausbauen.

Durch die Kooperation der drei Universitäten profitieren Studierende von standortübergreifenden Veranstaltungen wie etwa jährlichen Summer Schools und der Öffnung von Lehrangeboten über die Standorte und Studiengänge hinweg.
Im Einzelnen entwickeln die Studiengänge unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte und richten sich an je spezifische Zielgruppen.

So wird an der Universität Regensburg der Master-Studiengang Digitale Medien in den Geistes- und Kulturwissenschaften eingerichtet; die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird den grundständigen Bachelor-Studiengang Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften, der bisher nur im Zweitfach studierbar war, weiter ausbauen.
Die Gesamtkoordination des kooperativen Studienangebots liegt bei Professor Heidrun Stein-Kecks vom Institut für Kunstgeschichte an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Das Innovationsprogramm Digitaler Campus Bayern der Bayerischen Staatsregierung wurde im vergangenen Jahr aufgelegt, um die bayerischen Hochschulen beim Aufbau von informationstechnischer Infrastruktur und der Einrichtung von neuen Studienangeboten in den digitalen Technologien zu unterstützen.

Im Rahmen der IT-Grundausbildung IT for all werden bereits seit vergangenem Jahr an der LMU neben dem Lehrangebot Digitale Datenanalyse in den Geschichts- und Kunstwissenschaften weitere Programme angeboten: Nebenfachstudierende der Informatik können mit der zielgruppenorientierten IT-Ausbildung am Institut für Informatik fächergruppenspezifische Kenntnisse erlangen. Eine IT-Grundausbildung an der Schnittstelle von empirischer Pädagogik, Fachdidaktik, Informationstechnik und Lehramtsausbildung der Fakultät für Psychologie und Pädagogik richtet sich an Lehramtsstudierende in den Fächern Deutsch und Biologie.

Auch der neue Master-Studiengang Media, Management and Digital Technologies an Fakultät für Betriebswirtschaft wird ebenfalls im Rahmen Digitalen Campus Bayern gefördert.