Ludwig-Maximilians-Universität München
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DFG-Forschergruppe

Vom Innenleben internationaler Verwaltungen

München, 15.04.2014

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft richtet eine neue Forschergruppe zu Internationalen Verwaltungen ein. Sprecher-Hochschule ist die LMU.

Foto: jorisvo / fotolia.com

Eine neue DFG-Forschergruppe erforscht die Verwaltungen internationaler Organisationen wie zum Beispiel der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. „Entwicklungen auf der internationalen Ebene prägen zunehmend die nationale Politikgestaltung. Bislang liegen aber kaum systematisch vergleichende Forschungsergebnisse zur Administration internationaler Organisationen vor“, sagt Professor Christoph Knill, der zum Sommersemester 2014 eine Professor mit dem Schwerpunkt „Empirische Theorien der Politik“ am Geschwister-Scholl-Institut der LMU übernommen hat und Sprecher der Forschergruppe ist.

An dem Forschungsverbund sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der LMU sowie der Universitäten Konstanz und Darmstadt, der FU Berlin und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaft Speyer beteiligt. Ihre Zusammenarbeit soll neue Einblicke in Organisationsstrukturen, Entscheidungsprozesse und administrative Kulturen internationaler Organisationen ermöglichen. Unter anderem soll untersucht werden, ob internationale Verwaltungen die Entwicklung von Gesetzen beeinflussen und wie ihr möglicher Einfluss kontrolliert werden kann.

Geplant sind verschiedene Datenerhebungen und Fallstudien, darunter die Befragung internationale Beamter, um so deren Rollenverständnis und Einstellungen zu erfassen. Auch informelle Strukturen sowie die Leistungsfähigkeit internationaler Organisationen sollen untersucht werden.

Die DFG fördert hochschulübergreifende Forschungsverbünde, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, sich aktuell drängenden Fragen in ihren Fächern zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.