Ludwig-Maximilians-Universität München
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Größte Schokoladen-Kaskade

LMU will ins Guinness-Buch der Rekorde

München, 01.04.2014

April, April!

Am kommenden Samstag geht es für die LMU darum, ob sie ins Guinness-Buch der Rekorde kommt oder nicht. Ein 12-köpfiges Team aus Wissenschaftlern und Mitarbeitern aus der Verwaltung möchte den bisherigen Weltrekord der größten Schokoladen-Kaskade am Brunnen auf dem Geschwister-Scholl-Platz brechen.

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Grafik April: Balint Radu - Fotolia.com

Die Idee dazu hatten Haustechniker Florian Waechter und Matthias Hübner, Doktorand an der Fakultät für Chemie. „Wir hatten die Idee bei einem Schokoladenfondue. Zuerst war es natürlich nur eine Flause – aber als wir nachgesehen und festgestellt haben, dass es schon einmal einen solchen Weltrekordversuch für das Guinness-Buch in der Schweiz gegeben hat, haben wir den Gedanken weitergesponnen“, sagt Waechter. Schnell stand ein 12-köpfiges Team, dass sich die Erlaubnis der Hochschulleitung und der Stadt München einholte, um die Aktion zu planen.

Auf den Punkt schmelzen
Dr. Thorsten Schmid, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Chemie und Leiter des Teams, ist für das Schmelzen der Schokolade zuständig. "Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, die gigantische Menge an Schokolade - insgesamt neun Kubikmeter - auf den Punkt um 14 Uhr zu schmelzen", sagt der 43-jährige Chemiker. „Wir haben das Ganze in Miniaturversuchen im Labor nachgestellt und zusammen mit unseren beiden Physikern im Team berechnet.“ Für den Schmelzvorgang des Rekordversuchs wird ein Trapezcontainer mit guten Wärmeleitungseigenschaften – gefüllt mit Schokolade – an den Geschwister-Scholl-Platz gebracht. Außerdem hat das Team in der Zentralwerkstatt der LMU eigens für den Container ein Gestell gebaut, über das dem Container gleichmäßig Hitze zugeführt werden kann.

Nicht nur zum Anschauen
„Das Schmelzen ist aber nur eine Herausforderung. Die andere ist, die Schokolade – die ja eine höhere Dichte als Wasser hat – durch das Leitungssystem des Brunnens zu pumpen“, sagt Schmid. Auch hier war das Team kreativ und verknüpfte eine neue eingebaute Pumpe, die ohnehin notwendig war, mit einem leistungsstarken Diesel-Generator mit 4.000 PS. „Klappt der Rekordversuch, wird die Schokolade etwa um 14.20 Uhr von oben in den Brunnen laufen. Der Brunnen wird im Übrigen zwei Tage vorher gereinigt und desinfiziert, damit Zuschauer die Schokolade auch probieren können. Obst zum Eintauchen gibt es ja gleich am Obststand nebenan bei Didi.“

LMU-Präsident Bernd Huber, Schirmherr der Aktion, wird am Samstag den Startschuss geben. „Die LMU als beste deutsche Universität ist natürlich für ihre exzellente Forschung bekannt. Es wäre allerdings auch eine schöne Sache, im Guinness-Buch der Rekorde zu stehen. Ich drücke dem Team am Samstag die Daumen.“