Ludwig-Maximilians-Universität München
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Denkmalpflegepreis 2014

Gold für die Anatomische Anstalt

München, 19.09.2014

Der älteste Eisenbetonbau Deutschlands, die frisch sanierte Anatomische Anstalt, ist mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis 2014 in Gold ausgezeichnet worden.

Anatomische Anstalt (Bild: Anton Brandl/StBAMII)

Das Gebäude in der Pettenkoferstraße wurde in den Jahren von 1905 bis 1907 als „Neue anatomische Anstalt“ erbaut. Die Pläne für das Gebäude stammen von dem Architekten Max Littmann.
Aufgrund seiner innovativen Bauweise – vor allem hinsichtlich des verwendeten Materials Eisenbeton – wird das im Zweiten Weltkrieg unzerstört gebliebene Gebäude als Hauptwerk der beginnenden Moderne in der Denkmalliste geführt. Bei der jüngst erfolgten denkmalpflegerischen Sanierung ist es gelungen, nicht nur die ursprüngliche Baukonzeption mit den heute geltenden Anforderungen hinsichtlich Arbeits-, Brand- oder Wärmeschutz sowie Barrierefreiheit in Übereinstimmung zu bringen. Überdies gelang es den beteiligten Ingenieursunternehmen unter Ägide des Staatlichen Bauamts München II, historische Räume und Bauteile freizulegen und auf den Originalbestand zurückzuführen. Dadurch ermöglichten die beteiligten Ingenieure und Gewerke, den historischen Gesamteindruck von Innenräumen und Fassade im Zusammenhang wieder erlebbar zu machen. Hierzu rekonstruierten sie teilweise auch alte Bauteile.

Die Anatomische Anstalt beherbergt die Lehrstühle Anatomie I – vegetative Anatomie sowie Anatomie II – Neuroanatomie. Daneben befinden sich in dem Gebäude unter anderem der an ein Amphitheater erinnernde Hörsaal, ein Mikroskopiersaal, die anatomisch Schau- und Lehrsammlung und eine Bibliothek.