Ludwig-Maximilians-Universität München
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Karrierechancen für Frauen

Acht Therese von Bayern-Preisträgerinnen 2012

München, 13.02.2013

Die Therese von Bayern-Stiftung wurde im Jahre 1997 an der LMU gegründet. Die Namensgeberin der Stiftung, Therese von Bayern (1850-1925), war Wissenschaftlerin und erforschte auf ihren Reisen in Europa und Amerika anthropologische und zoologische Phänomene. Darüber hinaus setzte sie sich für die Bildung von Frauen ein. Sie erhielt im Jahre 1897 als erste Frau die Ehrendoktorwürde der LMU. Alle drei Jahre zeichnet die Stiftung herausragende Wissenschaftlerinnen der LMU aus. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien bei der Preisvergabe gehören wissenschaftlich herausragende Leistungen und eine akademische Karriere, die Vorbildfunktion für junge Forscherinnen hat.

Am 8. Februar wurden die Preise für 2012, die mit insgesamt 20 000 Euro dotiert sind, an acht Wissenschaftlerinnen verliehen: Professor Carola Berking, Professor Birgit Ertl-Wagner, Professor Ania Carolina Muntau, Professor Katja Radon, Dr. Eva Annette Rehfuess und PD Dr. Marion Subklewe von der Medizinischen Fakultät und an Professor Gabriela Knubben-Schweizer sowie PD Dr. Birgit Viertlböck von der Tiermedizinischen Fakultät. Alle Wissenschaftlerinnen zeichnen ihre wissenschaftlichen Karrierewege aus, die sie mit Familienplanung und Kindern in Einklang bringen.

Professor Carola Berking leitet seit 2008 als Oberärztin an der Dermatologischen Klinik der LMU die onkologische Abteilung und die Abteilung für photodynamische Therapie und Fluoreszenzdiagnostik. Außerdem hat sie ein Studienzentrum für die klinische Prüfung neuer innovativer Substanzen und Geräte zur Diagnostik und Therapie von verschiedenen Hautkrebsformen aufgebaut. Sie ist Mutter von zwei kleinen Kindern.

Professor Birgit Ertl-Wagner ist seit 2005 als Oberärztin am Institut für Klinische Radiologie tätig und leitet seit 2009 den Bereich Magnetresonanztomographie des Instituts am Standort Großhadern. 2011 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin ernannt und nahm 2012 den Ruf auf die Professur für klinische und experimentelle Magnetresonanztomographie an der LMU an. Sie ist in zahlreichen Gremien und Komitèes tätig, innerhalb der Fakultät und auf europäischer Ebene. Sie ist verheiratet und hat drei Töchter im Alter von vier, sieben und zehn Jahren.

Professor Ania Muntau widmet sich seit 2004 am Forschungszentrum der Kinderklinik der LMU den molekularen und biochemischen Grundlagen genetischer Erkrankungen mit Proteinfehlfaltung und insbesondere der Entwicklung neuer Therapiestrategien für Kinder, die an solchen Erkrankungen leiden. Universitäre Lehre und Nachwuchsförderung sind ihr ein besonderes Anliegen. Außerdem entwickelte sie mit Kollegen das neue Medizinische Curriculum München.

Professor Katja Radon wurde 2007 als außerplanmäßige Professorin der LMU benannt. Sie ist Epidemiologin und Ingenieurin und arbeitet an interdisziplinären wissenschaftlichen Projekten zu beruflichen und umweltbedingten Risikofaktoren für chronische Erkrankungen und Krebserkrankungen, in denen sie auch international, vor allem mit Ländern Lateinamerikas, kooperiert. Sie ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn.

Dr. Eva Annette Rehfuess widmet sich seit 2009 am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Forschung und Lehre den Themen Luftverschmutzung, Global Public Health und Evidence-based Public Health. Ihre 2011 begonnene Habilitation soll methodische Impulse für Entwicklung, Evaluation und Evidenzsynthese komplexer Interventionen liefern. Sie begeistert sich für internationale Gesundheitsthemen und hält sich daher regelmäßig im Ausland auf. Flexible Arbeitszeiten und Home Office ermöglichen ihr, sowohl der Wissenschaft als auch ihrer dreijährigen Tochter gerecht zu werden.

PD Dr. Marion Subklewe ist seit 2009 klinische Oberärztin an der Medizinischen Klinik III und Leiterin der Durchflusszytometrie im Labor für Leukämiediagnostik. Seit 2012 leitet sie die Klinische Kooperationsgruppe „Immuntherapie“ am Helmholtz-Zentrum. Ihr aktueller Schwerpunkt ist die Entwicklung von immuntherapeutischen Strategien in der Therapie der akuten Leukämie. Die Verbindung von Klinik und Forschung sind Herausforderungen ebenso wie ihre 6-köpfige Familie mit vier Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren.

Professor Gabriela Knubben-Schweizer nahm 2011 den Ruf auf die Professur für Innere Medizin und Chirurgie der Wiederkäuer an. Verschiedene Infektionskrankheiten bei Wiederkäuern sind ihre Forschungsschwerpunkte. Neben Lehre und Forschung bereiten ihr sowohl die klinische Tätigkeit als auch die praktische Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen viel Freude. Als Mentorin an der Tierärztlichen Fakultät unterstützt sie junge Wissenschaftlerinnen bei deren Karriereplanung. Sie möchte als Mutter zweier Kinder im Alter von drei und vier Jahren jungen Kolleginnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorleben.

PD Dr. Birgit Viertlböck studierte Tiermedizin an der LMU und promovierte auf dem Gebiet der Immunologie am Institut für Tierphysiologie. Ihre Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Alumni der Münchner Tierärztlichen Fakultät ausgezeichnet. Von 2007 bis 2010 wurde sie als Mentee des LMU Mentoring Programms im Rahmen der LMU Exzellenzinitiative unterstützt und habilitierte 2010. Sie ist verheiratet, hat einen vierjährigen Sohn und 2-jährige Drillinge. Da sie die Kinderkrippe bzw. den Kindergarten besuchen, kann sie ihre wissenschaftliche Arbeit weiterführen. Jedoch erfordert das ein Höchstmaß an Organisation, Zielstrebigkeit und ein gutes Team, sowohl in der Arbeit als auch privat.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse