Ludwig-Maximilians-Universität München
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Leitfaden vorgestellt:

Inklusion junger Menschen mit Förderbedarf

München, 08.02.2013

Am 7. Februar stellte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus den Leitfaden „Profilbildung inklusive Schule“ in München der schulischen Öffentlichkeit vor. Verfasst wurde er von einem wissenschaftlichen Beirat, dem Professor Joachim Kahlert, Lehrstuhlinhaber für Grundschulpädagogik und Didaktik, und Professor Ulrich Heimlich, Lehrstuhlinhaber für Lernbehindertenpädagogik, angehören. Aufgabe des aus insgesamt vier Pädagogikprofessoren aus München und Würzburg bestehenden Beirates ist es, Bayerns Schulen auf dem Weg zur inklusiven Bildung begleiten.

Der Praxisleitfaden liefert wichtige Anregungen und Hilfestellungen für den Prozess, die bayerische Schullandschaft inklusiv zu gestalten und es Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen, zusammen zu lernen, zu leben und zu arbeiten.

Die rechtliche Grundlage dazu hat der Landtag mit einem Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 2011 verabschiedet. Seit dem Schuljahr 2011/12 prägen insgesamt 86 Schulen in Bayern bewusst das Schulprofil Inklusion aus. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien und der Erfahrungen an den Schulen haben Joachim Kahlert und Ulrich Heimlich gemeinsam mit ihren Würzburger Kollegen den Leitfaden erarbeitet – im Format zugeschnitten auf Schulleitungen und Schulfamilien und versehen mit pädagogischen Materialien.

Der Leitfaden gibt Hinweise für einen Unterricht und Schulalltag, der der Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler mit und ohne besonderen Förderbedarf gerecht wird. Das erfordert aus der Sicht der Autoren die enge Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern, von allgemeinen Pädagogen und Sonderpädagogen und eine Vernetzung mit außerschulischen Partnern vor Ort.

Auf der Basis dieser Annahme entfalten die Pädagogikprofessoren notwendige Qualitätsstandards von Schulen mit dem Profil „Inklusion“ und ergänzen damit praxisorientiert den vorliegenden „Index für Inklusion“ der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Förderung.

Den Autoren ist es ein Anliegen, jeder Schule in ihrer Eigenverantwortung „Mut machen, ihre eigenen Weg zur Inklusion zu gehen“ – einen umfassenden Schulentwicklungsprozess zu durchlaufen, um „grundsätzlich alle Kinder und Jugendlichen aufnehmen und eine für sie bestmögliche Förderung bieten zu können“. Auf diesen Weg sollen sich aus Sicht des wissenschaftlichen Beirates allgemeine Schulen, aber auch Förderzentren begeben.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse