Ludwig-Maximilians-Universität München
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Fakultät für Physik

Neuer Humboldt-Forschungspreisträger an der LMU

München, 20.02.2013

Erneut hat sich ein Humboldt-Forschungspreisträger für einen Aufenthalt an der LMU entschieden: Der theoretische Physiker Professor Nigel Cooper (Universität Cambridge) ist seit Jahresanfang zu Gast in der Fakultät für Physik, wo er mit der Gruppe von Professor Immanuel Bloch zusammenarbeitet.

Cooper untersucht neue Materieformen, die durch quantenmechanische Effekte in wechselwirkenden Vielteilchensystemen entstehen. Derartige Effekte treten in bestimmten elektronischen Materialien, aber auch in verdünnten Atomgasen bei ultrakalten Temperaturen auf und können ungewöhnliche, kollektive Phänomene erzeugen. Cooper arbeitet an der Schnittstelle dieser beiden Forschungsbereiche und hat wichtige Beiträge zu beiden geleistet. Dank des Humboldt-Forschungspreises wird er mit der Experimentalgruppe von Professor Immanuel Bloch (MPQ und LMU) und der Theoriegruppe von Professor Wilhelm Zwerger (TUM) zusammenarbeiten und zur Simulation topologischer Phasen mittels künstlicher Eichfelder für ultrakalte Atome forschen.

Nigel Cooper promovierte 1994 an der Universität Oxford. Nach Stationen an der Harvard Universität, am Institut Laue-Langevin in Grenoble und an der Universität Cambridge erhielt er 1998 ein Forschungsstipendium von der Royal Society und einen Lehrauftrag von der Universität von Birmingham. Im Jahr 2000 wechselte Cooper als Dozent an die Universität Cambridge, wo er seit 2007 eine Professur für theoretische Physik inne hat und eine Forschungsgruppe zur Theorie der kondensierten Materie leitet. Darüber hinaus ist er Mitarbeiter des Pembroke Colleges. Für seine Forschung wurde Cooper 2007 mit der Maxwell-Medaille und dem Maxwell–Preis des „Institute of Physics“ (London) ausgezeichnet.

Die Humboldt-Stiftung fördert die Wissenschaftskooperation zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Wissenschaftlern. Die mit Forschungspreisen oder Humboldt-Stipendien ausgezeichneten ausländischen Forscherinnen und Forscher wählen die jeweiligen Gastgeber in Deutschland selbst aus. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Forschungspreisträger und Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und die weltweite Reputation einer Forschungseinrichtung. göd

Weitere Informationen zum Humboldt-Forschungspreis.

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