Ludwig-Maximilians-Universität München
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DNA Diamonds

Physik-Studierende gewinnen „BIOMOD Prize“

München, 13.11.2013

Vier Physikstudenten der LMU sind für ihr Projekt „DNA Diamonds” mit dem internationalen BIOMOD-Preis, den das Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering der Harvard University, USA, auslobt, ausgezeichnet worden: Das Team von Marinus Huber, Sebastian Huber, Florian Schüder und Florian Stehr entwickelte eine Methode, mithilfe des sogenannten DNA-Origami einzelne Nanodiamanten zielgenau an eine künstliche DNA-Konstruktion zu binden.

Nanodiamanten sind Diamantsplitter, die kleiner als 50 nm sind (1 Nanometer = 1 millionstel Millimeter). Durch bestimmte Präparation können Nanodiamanten in stabile Einzelphotonenquellen verwandelt werden und gelten daher als vielversprechende Kandidaten für neue Bio-Imaging-Methoden und Quantenkryptographie-Anwendungen. Hauptziel der Forschung des Teams „DNA Diamonds“ ist es, Hybridstrukturen aus Nanodiamanten und anderen Nanopartikeln (zum Beispiel Goldnanopartikel) zu erzeugen und dabei die räumliche Anordnung der verschiedenen Komponenten mit Nanometerpräzision zu kontrollieren. So kann zum Beispiel die genaue Platzierung von Nanodiamanten zwischen zwei Gold-Nanopartikeln die optischen Eigenschaften von Nanodiamanten signifikant verbessern.

Die vom LMU-Team entwickelte Methode nutzt die DNA-Selbstorganisation, um die unterschiedlichen Nanokomponenten nanometergenau räumlich anzuordnen und so optische Quantenphänomene und neue Möglichkeiten im Bio-Sensing auf höchstem Niveau zu erforschen.

Neben dem mit 800 Dollar dotierten Hauptpreis erhielten die vier Studenten zudem eine Auszeichnung für die beste Online-Präsentation ihrer Arbeit.

Bei dieser wurden sie vom Ph.D.-Studenten Tao Zhang von der LMU, der Grafik-Design-Studentin Milena Mayer von der Universität Würzburg sowie von Tim Liedl, Professor für Experimentelle Physik an der LMU sowie Mitglied des Exzellenzcluster Nanosystems Initiative Munich (NIM), unterstützt.

Der BIOMOD-Wettbewerb – was für bio-molecular-design steht – fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Der Wettbewerb bietet Studierenden die Gelegenheit, in eigenen Projekten und Experimenten die Selbstanordnung von biologischen Makromolekülen für wissenschaftliche und technologische Anwendungen zu nutzen. In diesem Jahr präsentierten 23 Teams mit insgesamt mehr als 200 Teilnehmern von Spitzenuniversitäten aus der ganzen Welt ihre Projekte in Boston. Diese reichen von biomolekularer Robotik und Computing über strukturelle Bionanotechnologie bis zu biomedizinischen Anwendungen.

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse