Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nach dem Sensationsfund

Waldseemüller-Karte erstmals im Original zu sehen

München, 17.10.2012

Die Medien meldeten einen „Sensationsfund“: Im Frühjahr stieß die Universitätsbibliothek (UB) München in Ihren Beständen auf eine Globussegmentkarte des berühmten Kartographen Martin Waldseemüller – per Zufall. Jetzt wird das Kartenwerk erstmals im Original zu sehen sein; Fernsehmoderator, Wissenschaftsjournalist und LMU-Physik-Professor Harald Lesch stellt es vor.

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Martin Waldseemüllers Arbeiten gelten als bahnbrechendes Kartenwerk seiner Zeit, sie sind gleichsam eine „Geburtsurkunde Amerikas“. Der Freiburger Kartograph (ca. 1470 – 1522) zeichnete erstmals die Umrisse des neuen Kontinents und benannte ihn gemeinsam mit seinem Gelehrtenkollegen Matthias Ringmann nach Amerigo Vespucci, den er fälschlicherweise für den Entdecker Amerikas hielt.

Von den Globussegmentkarten, die sich zu einem kleinen Globus auffalten lassen, kannte die Fachwelt bislang nur vier erhaltene Exemplare, die UB München verfügt nun über ein fünftes, das zudem im Vergleich zu den vier anderen Stücken Varianten aufweist und somit unikal ist. Anhand der Wasserzeichen im Papier lässt sich vermuten, dass dieses Exemplar einige Jahre nach dem Erstdruck von 1507 im elsässischen Raum entstanden ist.

Die Veranstaltung am Dienstag, dem 23. Oktober 2012, um 19 Uhr (Ort: Allgemeiner Lesesaal der UB, Geschwister-Scholl-Platz 1) findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“ statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Horizonte“ steht.

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