Ludwig-Maximilians-Universität München
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Max-von-Laue-Symposium an der LMU

Ehrung eines herausragenden Physikers und Nobelpreisträgers

München, 18.04.2012

1912 wies der Physiker Max von Laue an der LMU unter anderem die Wellennatur der Röntgenstrahlen nach. Für diesen Nachweis erhielt er im Jahr 1914 den Nobelpreis. Die Fakultät für Physik der LMU ehrt den Physiker am 20. April mit einem Max-von-Laue-Symposium.

1909 kam Max von Laue (1879 – 1960) als Privatdozent an das Institut für Theoretische Physik der LMU. 1912, zum Wintersemester, verließ er es wieder in Richtung Zürich – allerdings nicht, ohne vorher eine bahnbrechende Entdeckung zu machen: Auf seine Veranlassung führten Walter Friedrich und Paul Knipping in  Kellerräumen der LMU ein Experiment durch, mit dem gleichzeitig die periodische Gitterstruktur kristalliner Materialien sowie die Wellennatur der Röntgenstrahlen nachgewiesen wurde. Den Nobelpreis für diesen Nachweis erhielt Laue zwei Jahre später, als er noch als außerplanmäßiger Professor an der Universität Zürich forschte und lehrte.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums dieser wichtigen Entdeckung, richtet die Fakultät für Physik der LMU am 20. April ein Max-von-Laue-Symposium in der Große Aula der LMU aus. Dort werden Forscherinnen und Forscher in ihren Vorträgen sowohl die historischen Hintergründe in den Blick nehmen als auch die enorme Bedeutung der Röntgenstrahlen in der Forschung des 21. Jahrhunderts: Denn viele Forschungsfelder der modernen Physik würde es ohne Laues Erkenntnisse nicht geben. So haben sie die Festkörperphysik des 20. Jahrhunderts erst möglich gemacht sowie auch der Struktur- und Materialforschung wichtige Impulse gegeben. Die Entdeckung schaffte auch die Voraussetzung für die Röntgenspektroskopie, die erheblich zum Aufschwung der modernen Atomtheorie beitrug.

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