Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ausstellung „Mein München“

Studierende gestalten Ausstellung im Münchner Stadtmuseum

München, 15.11.2012

Am heutigen Freitag, 16. November startet im Münchner Stadtmuseum die temporäre Ausstellung „Mein München“, die in die Dauerausstellung „Typisch München!“ integriert wurde.

Graffiti auf Leinwand, Z-ROK und Flin, Stylefighting (Foto: Z-ROK)
Foto: Z-ROK

Die Ausstellung ist durch eine Kooperation des Münchner Stadtmuseums mit dem Lehrstuhl für Volkskunde/Europäische Ethnologie LMU entstanden. Das Projekt wurde über drei Semester von Nachwuchswissenschaftlern und Studierenden durchgeführt und zeigt, wie die Studierenden die Stadt heute wahrnehmen. Denn während in der Dauerausstellung in fünf historischen Bereichen der Frage nachgegangen wird, was für München typisch ist, ergänzen die Interventionen der Projektteilnehmer die Ausstellung um Themenbereiche, die bislang unterrepräsentiert sind.

An 13 Stationen können Besucher so einen etwas anderen Blick auf die Metropole werfen: Beispielsweise werden alltägliche Geräusche und Töne aus dem urbanen Raum hörbar gemacht und auf einem Modell verortet. In einer Hörbar wird Musik gespielt, die in München komponiert, produziert oder aufgeführt wurde. Von den Gleisen, Straßen und Brücken wird die Kunst der Münchner Graffitisprayer Loomit, Z-ROK & Flin in das Museum getragen. Dass die Clubszene in München im letzten Jahrzehnt bereits überaus attraktiv war, wird am Beispiel der REGISTRATUR gezeigt, die mit ihrer zwischengenutzten Location in der Blumenstraße Maßstäbe setzte. Und jetzt drehen sich die Plattenteller und die Discokugel zwischen den Vitrinen des Museums weiter.

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Foto: Stephan Kuch

Zudem wird das Zusammenwirken von Globalisierung und Lokalisierung, das in den kulturanthropologischen Disziplinen schon länger diskutiert wird, durch die Intervention über Münchner Skateboarder, die ihre globale Jugendkultur mit einem modischen Lokalkolorit – Lederhose und Filzhut – versieht, verdeutlicht. Ihre Decks sind verziert mit symbolhaften München-Bildern, wie dem Schmied von Kochel oder dem Münchner Kindl.

Zu sehen sind auch Transparente von Demonstranten gegen die Sicherheitskonferenz – die jährlich in München stattfindet. Diese zeigen den kreativen Protest engagierter Kriegsgegner in München. Ihre Parolen hallen in den Ausstellungsräumen wider.

Die Ausstellung ist bis 12. Mai 2013 im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, zu sehen.

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