Ludwig-Maximilians-Universität München
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iGEM-Wettbewerb

Studierende der LMU international sehr erfolgreich

München, 27.11.2012

Ein Team aus sieben Bachelor- und Masterstudierenden der LMU hat im November beim „international Genetically Engineered Machines-Wettbewerb 2012 (iGEM)“ am MIT in Cambridge, USA, unter 190 Teams den vierten Platz belegt. Der iGEM-Wettbewerb, der jährlich stattfindet, ist der renommierteste Studierendenwettbewerb im Bereich der Synthetischen Biologie.

In ihrer Projektidee „BEADzillus“ haben die Studierenden Überdauerungsstadien, sogenannte Endosporen, des Bodenbakteriums Bacillus subtilis zu funktionalen Nanopartikeln umgebaut. Diese ermöglichen es, jedwedes Protein spezifisch, fest und funktional an der Oberfläche zu verankern und nutzbar zu machen. Auf diese Weise kann die Produktion sowohl der Partikel als auch der sich an ihrer Oberfläche befindlichen funktionalen Proteine in einem einzigen Schritt direkt in Bakterien erfolgen und kommt ohne weitere Hilfsmittel aus. Bisher müssen zu diesem Zweck die in Frage kommenden Proteine zunächst in Bakterien hergestellt und daraus isoliert werden, um sie zur weiteren Nutzung oder Charakterisierung dann an teure Kunststoffpartikel (synthetic beads) zu binden, was sehr zeitaufwendig ist. Die Verwendung der vom LMU-Team entwickelten biologischen beads, die nahezu universell für Proteine einsetzbar sind, würde hohe Kosten und Zeit sparen. Mögliche Anwendungen sind hierbei etwa der Einsatz biologischer beads in Filteranlagen zur Beseitigung von Schwermetallionen, toxischen Substanzen oder auch Krankheitskeimen aus Trinkwasser. Aber auch Anwendungen zur Enzymoptimierung für biotechnologische Prozesse sind denkbar.

Das Team der LMU, welches von Professor Thorsten Mascher betreut wurde, konnte sich in der europäischen Vorentscheidung des Wettbewerbs, die bereits im Oktober in Amsterdam stattfand, als eines von 18 aus insgesamt 53 europäischen Teams für die Endausscheidungen am MIT in Cambridge qualifizieren. Beim weltweiten Entscheid in den USA konnte das LMU-Team dann Platz vier unter 190 Teams aus der ganzen Welt belegen. Zudem gewann das Team zwei Spezialpreise für die beste online-Dokumentation ihrer Arbeit (Best Wiki Award) sowie für die beste neue Anwendung der Synthetischen Biologie (Best New Application Award).

 

 

 

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