Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ringvorlesung Gendergraphien

„Ich bin (k)ein Stück Fleisch“

München, 10.10.2012

Mit dem Vortrag „Ich bin (k)ein Stück Fleisch (Lady Gaga) – Zur Inszenierung von Selbstermächtigung von Frauen im Pop“ von Soziologie-Professorin Paula-Irene Villa startet die Vorlesungsreihe Gendergraphien IV am 15. Oktober ins Wintersemester.

In der Ringvorlesung betrachten namhafte nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Körper und Geschlecht aus unterschiedlichen Blickwinkeln – unter anderem Stefan Lessenich (Universität Jena) mit seinem Vortrag „Fit statt alt? Diskurse und Praktiken gesunden Alterns“ oder Susanne Schröter (Universität Frankfurt), die sich mit dem Thema Genderdiskurse muslimischer Frauen in Deutschland auseinander setzt.

Ist die Geschlechterdifferenz natürlich gegeben?
Nein, sagt sie Soziologie: Gender und Körper gelten nicht mehr als objektiv gegebene Tatsachen – weder im Alltag noch in der Wissenschaft. Ob beim „Gender-Tuning“ durch Botox-Spritze und plastische Chirurgie, bei der medialen Inszenierung metrosexueller Männlichkeit oder beim geschlechtersensiblen Karriere-Coaching: Überall nutzen Menschen ihren Körpers als Rohstoff und Ressource, um ihn und sich zu gestalten. Körper sind und werden immer auch geschlechtlich codiert - eine Perspektive auf Geschlecht impliziert eine Perspektive auf den Körper und umgekehrt. Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe „Gendergraphien IV“ verknüpft beide Perspektiven. Die Vorlesungen finden jeweils montags am gleichen Ort und zur gleichen Zeit statt.

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