Ludwig-Maximilians-Universität München
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Expertenkommission EFI legt der Bundesregierung Gutachten vor

Institutionelle Förderung von Hochschulen durch den Bund muss gestärkt werden

München, 29.02.2012

Am heutigen Mittwoch hat die unabhängige „Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)“ Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ihr Gutachten vorgelegt. Die EFI-Experten haben sich unter Vorsitz von Professor Dietmar Harhoff, Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der LMU, mit der Notwendigkeit einer institutionellen Förderung der Hochschulen durch den Bund auseinandergesetzt. Sie fordern eine Korrektur der Föderalismusreform I aus dem Jahr 2006, die die Möglichkeiten des Bundes, Hochschulen entsprechend zu fördern, stark eingeschränkt habe. Würde die Forschung an außeruniversitären Institutionen nach wie vor vom Bund institutionell gefördert, so beschränke sie sich an den Universitäten und Hochschulen vor allem auf zeitlich befristete und fachlich begrenzte Projektförderung. Damit verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für die Forschung an Hochschulen erheblich. Die Berater betonen im Jahresgutachten 2012 die positiven Wirkungen der Exzellenzinitiative. Sie plädieren für eine Fortsetzung erfolgreicher institutioneller Hochschuleinrichtungen, die im Rahmen des Wettbewerbs aufgebaut wurden. Neue Formen der Kooperation zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen müssten weiter erprobt werden.

Die „Expertenkommission Forschung und Innovation“ wurde 2006 eingerichtet und bündelt den interdisziplinären Diskurs von Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Bildungsökonomie, Ingenieur- und Naturwissenschaften zur Innovationsforschung. Sie leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig Gutachten und Empfehlungen zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Als Mitglieder gehören der Kommission neben dem Vorsitzenden Dietmar Harhoff an: die stellvertretende Vorsitzende Professor Monika Schnitzer, Leiterin des Seminars für Komparative Wirtschaftsforschung an der LMU, Professor Uschi Backes-Gellner von der Universität Zürich, Professor Patrick Llerena von der Universität Louis Pasteur in Straßburg sowie Professor Joachim Luther von der Universität Singapur.

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