Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU-Erfindung auf BioVaria-Messe

Neues Verfahren aktiviert stillgelegte Gene

München, 14.05.2012

Umwelteinflüsse können Gene chemisch verändern und dadurch sogar stilllegen. Die Bayerische Patentallianz präsentiert am 15. Mai 2012 auf der BioVaria-Messe eine von LMU-Forschern entwickelte Methode, die stillgelegte Gene reaktiviert.

Das Erbgut von Menschen ist in der DNA (Desoxyribonukleinsäure) gespeichert. Doch nicht nur die genetische Ausstattung entscheidet darüber, welche Eigenschaften ein Mensch hat und welche Krankheiten er möglicherweise in seinem Leben bekommt. Sogenannte Methylgruppen können sich an bestimmte Abschnitte in der DNA heften und diese chemisch verändern oder sogar Gene stilllegen. Diese epigenetische Veränderung kann unter anderem zur Entstehung von Krebs führen.

LMU-Forscher haben eine Methode entwickelt, die Methylgruppen gezielt entfernt und epigentisch stillgelegte Gene auf diese Weise wieder aktiviert. Zudem gelang es, die Verpackung epigenetisch stillgelegter Gensequenzen zu öffnen und für die Aktivierung durch sogenannte Transkriptionsfaktoren zugänglich zu machen. Das neue Verfahren ist für die Onkologie und andere Forschungsfelder von Interesse. So ist bekannt, dass eine starke Methylierung und eine entsprechende Blockierung bestimmter Gene die Gedächtnisbildung stark einschränkt.

Die Erfindung wird am 15. Mai von der Bayerischen Patentallianz GmbH (www.baypat.de) im Rahmen der Technologiemesse BioVaria 2012 vorgestellt. Die Bayerische Patentallianz GmbH vermarktet als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur die Erfindungen von Wissenschaftlern an 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.
BayPat/göd

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