Ludwig-Maximilians-Universität München
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Volkswirtschaftliche Fakultät

Zwei Antrittsvorlesungen am 18. Juni

München, 15.06.2012

Zwei Antrittsvorlesungen gibt es am 18. Juni in der Volkswirtschaftlichen Fakultät: Professor Karen Pittel spricht über „Nachhaltiges Wachstum – Vision oder Illusion?“ und Professor Gabriel Felbermayr über „Globalisierung, Lohnverteilung und Arbeitslosigkeit: Einsichten aus der Neuen Außenhandelstheorie“.

Karen Pittel, Jahrgang 1969, ist seit 1. Oktober 2010 W3-Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Energie, Klima und erschöpfbare natürliche Ressourcen. In ihren Forschungsschwerpunkten Energie- und Klimapolitik finden Themen wie angebotsseitige Maßnahmen, die ökonomische Analyse der Nutzung erschöpfbarer Ressourcen sowie die dynamische Wirtschaftstheorie besondere Beachtung.

Pittel studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Universität Göttingen und der University of North Carolina at Chapel Hill. Von 1995 bis 2000 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz tätig und verfasste in dieser Zeit ihre Dissertation zum Thema „Endogenous Growth and Sustainable Development“. Von 2001 bis 2002 war sie Wissenschaftliche Assistentin in Chemnitz. Anschließend wechselte Karen Pittel in die Schweiz, wo sie bis 2010 an der ETH Zürich tätig war. Von 2009 bis 2010 war sie zudem Leiterin des Zentrums für Wirtschaftspolitik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Im Sommer 2010 habilitiert sie sich an der ETH mit einer Schrift zum Thema „Economic Growth, Environmental Resources and Climate Negotiations“. Forschungsaufenthalte führten Karen Pittel an das „Center for International Climate and Environmental Research“ in Oslo, die University of Calgary, Kanada, und die University of Tel Aviv.

Die internationale Klimapolitik gehört auch zu den Forschungsschwerpunkten von Professor Gabriel Felbermayr. Zudem befasst er sich mit Migration, Arbeitsmärkten sowie Handel auf internationaler Ebene. Im Bereich der Migration geht er der Frage nach, wie Institutionen – etwa der Wohlfahrtsstaat – ausgestaltet werden, damit Zuwanderung für das Empfängerland, das Herkunftsland und die Migranten selbst eine Verbesserung darstellt.

Ob unilaterale klimapolitische Vorstöße wie etwa der EU oder Deutschlands zu einer internationalen Verlagerung der Produktion führen und wie sich dies auf die globalen CO2-Emissionen auswirkt, ist Thema seiner klimapolitischen Forschung. Im Bereich „Internationaler Handel und Arbeitsmärkte“ befasst sich Felbermayr mit der Frage: Führt internationaler Wettbewerb auf den Gütermärkten zu mehr Arbeitslosigkeit und ungleicheren Löhnen im Inland?

Felbermayr ist seit dem 1. April 2011 CESifo-Stiftungsprofessor an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU. 1976 geboren, studierte Gabriel Felbermayr VWL in Linz und wurde 2004 am Europäischen Hochschulinstitut Florenz mit einer Arbeit zum Thema „Essays on Economic Growth and International Trade“ promoviert. Es folgte eine Tätigkeit beim Beratungsunternehmen McKinsey & Co in Wien. An der Universität Tübingen habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Thema „Firm Heterogeneity, International Trade and Labor Market Outcomes“. Von Anfang 2009 bis März 2011 war er Professor für VWL an der Universität Hohenheim. 2010 war er zudem als Gastprofessor an der Maxwell School for Citizenship and Public Affairs der Syracuse University, New York.

Die Antrittsvorlesungen beginnen um 18.00 Uhr im Hörsaal D 209 im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1.

 

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