Ludwig-Maximilians-Universität München
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Fassbinders „Welt am Draht“

Vorführung und Diskussion: Vom Eintauchen des Films in den Computer

München, 08.06.2011

Es ist ein Vexierspiel um virtuelle Realitäten: Rainer Werner Fassbinders Figuren leben in einer „Welt am Draht“, gefangen in einer Wirklichkeit der Datenströme. Und erst langsam dringt ihnen ins Bewusstsein, dass diese Welt gar nicht wirklich existiert. Fassbinder hat den visionären Zukunftsthriller 1973 gedreht – lange bevor digitale Medien das Eintauchen in das Second Life der Virtualität perfektionierten. Der berühmte Fernsehzweiteiler für den WDR war über 30 Jahre nicht zu sehen, erst im vergangenen Jahr hatte eine digital restaurierte Fassung auf der Berlinale Premiere. Am 16. Juni zeigt die LMU den Film erstmals in München, um 17.30 Uhr im Arri-Kino, Türkenstraße 91, in Zusammenarbeit mit Arri Film & TV und dem Kulturreferat der Stadt München. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an „Welt am Draht“, um 21.30 Uhr, diskutieren Fassbinders Kameramann Michael Ballhaus, Juliane Lorenz, Präsidentin der Fassbinder Foundation, und Markus Kirsch, Postproduktionsleiter Fernsehen bei Arri Film & TV, in einem Werkstattgespräch mit dem Fernseh-Journalisten Gert Scobel über die Dreharbeiten, die Filmrestaurierung und das Eintauchen des Films in den Computer.

Filmvorführung und Diskussion sind der öffentliche Auftakt zu einer interdisziplinären Fachtagung am Department Kunstwissenschaften der LMU, auf der es um das Eintauchen in Bilderwelten geht: „Immersion – Historische und zeitgenössische Perspektiven auf einen Schlüsselbegriff der Kunst- und Medienwissenschaften“.

 

 

 

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