Ludwig-Maximilians-Universität München
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„Natalität des Schöpferischen“

Workshop zur Geburtsmetaphorik in der Moderne

München, 26.01.2011

Am 27. und 28. Januar findet an der LMU der Workshop „Natalität des Schöpferischen“ statt. Thema des Workshops sind Entwicklungen und Brüche in der künstlerischen Natalitätsmetaphorik der Moderne. Ein Schwerpunkt ist die Geburtsmetapher in literarischen und künstlerischen Werken ab dem 19. Jahrhundert.

Natalität ist, nach Hannah Arendt, der „Neubeginn, der mit jeder Geburt in die Welt kommt“. Während diese Natalität, als stete Möglichkeit eines Neuanfangs, im philosophischen Diskurs oft im Schatten der Fragen nach Sterblichkeit, Tod und Ende stand, ist sie in den Künsten seit langem metaphorisch in Anspruch genommen worden. Die vormoderne „Geburt des Kunstwerks“ wurde nie als rein weltlicher Vorgang, sondern immer in Bezug zur Religion verstanden. Erst die Moderne ersetzte die Götter durch die Natur, die Theologie durch die Biologie und modifizierte damit die Semantik der Geburt grundlegend.

Der Workshop „Natalität des Schöpferischen“ will Entwicklungen und Brüche in der künstlerischen Natalitätsmetaphorik der Moderne untersuchen. Dabei wird nach Familien-, Rechts-, Natur- und Gendermodellen im Einsatz der Geburtsmetapher ebenso gefragt wie nach dem Einfluss der oft durch Männer geprägten Geburtsmetaphorik auf die Position der kreativen Frau, der Künstlerin. Im Zentrum des Workshops stehen aber Reflexionen der Natalität als Anfangsfigur in literarischen und künstlerischen Werken der Moderne selbst.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter michaelott@lmu.de.

Weitere Informationen:
www.forschergruppe-anfaenge.uni-muenchen.de/veranstaltungen/workshop_natalitaet/index.html

 

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