Ludwig-Maximilians-Universität München
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Zehn Jahre Münchner Konzept zur Schulentwicklung an Grund-, Haupt- und Förderschulen

München, 15.02.2011

Das Projekt „Münchner Konzept zur Schulentwicklung“, kurz MÜKOS, fördert und unterstützt seit nunmehr zehn Jahren Projekte zur Schulentwicklung. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Tagungen organisiert, Schulnetzwerke gegründet und 2,5 Millionen Euro an Fördergeldern für Projekte der Schulentwicklung an Münchner Schulen vergeben. MÜKOS wird von der Landeshauptstadt München, dem Staatlichen Schulamt, der Regierung von Oberbayern und dem Münchner Zentrum für Lehrerbildung an der LMU gemeinsam getragen und unterstützt Grund-, Haupt- und Förderschulen in München.

Die Angebote für Schulen reichen von der Bereitstellung praxisnaher Materialien über gezielte Fortbildungsmaßnahmen, Beratung durch Schulprogrammexperten, Supervision und Coaching bis zur finanziellen Förderung laufender und in Vorbereitung befindlicher Projekte. Diese vom Stadtrat der Landeshauptstadt München mit einem Budget in Höhe von jährlich 305.000 Euro geförderten Projekte garantieren, dass immer mehr Schulen ein eigenes, auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler sowie die Anforderungen des jeweiligen Standortes zugeschnittenes Schulprofil entwickeln. Ein Schwerpunkt innerhalb der universitären Unterstützung waren begleitete Lesenetzwerke. Beide Netzwerke fördern komplexe Entwicklungsprojekte in einer zweijährigen Kooperation mit mehreren Schulentwicklungsteams. Dabei werden sie von der LMU und erfahrenen Schulentwicklern fachlich begleitet. Zur Auswahl standen das Netzwerk zum Thema Förderung der Lesefreude und der Lesekompetenz und das Netzwerk zur Förderung der mathematisch- naturwissenschaftlichen Grundbildung. Nun liegen die ersten Ergebnisse der Evaluation aus dem Netzwerk Lesekompetenz vor.

Die aktuelle Pilotstudie zeigt, dass durch dieses Fortbildungsprojekt an acht Grund- und Hauptschulen die Lesekompetenz der Schüler stark verbessert werden konnte. An vier Grund- und drei Hauptschulen wurde die allgemeine und fachspezifische Lesekompetenz von Schülerinnen und Schüler nach einer LMU-Förder-Konzeption gefördert. Dieses Konzept stützt sich auf Säulen wie das Training von Lesestrategien, die Förderung der Lesefreude und den Aufbau einer schuleigenen Lesekultur, außerdem sollen Risikoschüler speziell gefördert werden. Hinzu kommen Lesetests und eine enge Kooperation mit den Eltern. Nach zwei Jahren Förderung kann die LMU ermutigende Lesetestergebnisse der beteiligten Schulen vorweisen. Alle am Projekt beteiligten Schulen haben ihre Lesekompetenz signifikant verbessert und eine schulspezifische Lesekultur entwickelt. Zudem konnte die Zahl der Risikoschüler deutlich verringert werden.

Weitere Informationen zum Projekt:
Dr. Richard Sigel
Projektleiter Münchner Netzwerkschulen der LMU
Tel.: 089/ 2180 – 6366
E-Mail: sigel@lmu.de

 

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