Ludwig-Maximilians-Universität München
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Erste Frauenbeauftragte der LMU verstorben

Trauer um Professor Renate von Heydebrand

München, 24.10.2011

Bereits am 29. September verstarb die erste Frauenbeauftragte der LMU, Professor Renate von Heydebrand. Sie übernahm das Amt im Jahr 1988 und bekleidete es bis 1990. Sie habe, so würdigte LMU-Präsident Professor Bernd Huber ihre Verdienste, „Pionierarbeit geleistet und sich nachdrücklich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt“. In einem Interview im MünchnerUni Magazin im Jahr 2008 sagte von Heydebrand, dass viele ihrer Vorstöße zwar vergeblich gewesen seien, aber dafür ein weites Feld für ihre Nachfolgerinnen eröffnet hätten.

Renate von Heydebrand wurde im Jahr 1933 in Breslau geboren. Sie studierte ab 1952 zunächst Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität Freiburg und der FU Berlin. 1954 wechselte sie an die Philosophische Fakultät der FU und studierte hier Germanistik, Philosophie und Anglistik. 1955 verbrachte sie ein Auslandssemester an der Universität Glasgow/Schottland. Renate von Heydebrand beendete ihr Studium 1959 an der Universität Münster und wurde hier im Jahr 1962 mit der Arbeit „Die Reflexionen Ulrichs in Robert Musils Roman ‚Der Mann ohne Eigenschaften’. Ihr Zusammenhang mit dem zeitgenössischen Denken“ summa cum laude promoviert. 1963 übernahm sie eine Assistententätigkeit an der Universität Münster.

Über das Gedichtwerk von Eduard Mörike habilitierte sie sich im Jahr 1970 und wurde im Folgejahr zur außerplanmäßigen Professorin an der Universität Münster ernannt. 1972 wechselte sie schließlich nach München an die LMU, wurde hier im Jahr 1977 ebenfalls zur außerplanmäßigen Professorin ernannt und ein Jahr später auf eine ordentliche Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte berufen.

Sie war maßgeblich am Aufbau eines Forschungsprojekts zur Sozialgeschichte der Literatur zwischen Aufklärung und 20. Jahrhundert beteiligt. 1996 ging Professor Renate von Heydebrand in den Ruhestand.

 

 

 

 

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