Ludwig-Maximilians-Universität München
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International promovieren an der LMU

DAAD zeichnet vier LMU-Programme für internationale Doktoranden aus

München, 03.02.2011

Gleich drei Promotionsprogramme der LMU sind in der zweiten Antragsrunde des DAAD-Programms „International promovieren in Deutschland“ erfolgreich gewesen, darunter die einzigen zwei geisteswissenschaftlichen deutschlandweit. Insgesamt wird die LMU nun als einzige deutsche Universität mit vier Projekten gefördert. Damit ist die LMU überdurchschnittlich erfolgreich und kann ihre Angebote für exzellente Graduierte nachhaltig weiter internationalisieren.

Insgesamt wurden in der zweiten Auswahlrunde 14 von 82 Anträgen bewilligt. Von der LMU sind dies das von Professor Christopher Balme beantragte Promotionsprogramm Kunstwissenschaften (ProArt), die Graduate School Life Science Munich (LSM) mit dem Sprecher Professor Jürgen Soll und das Promotionsprogramm Buddhismus-Studien unter Professor Klaus Vollmer. In der ersten Auswahlrunde Anfang 2010 wurde bereits der Antrag des Doctoral Training Program „Learning Sciences“ unter der Federführung von Professor Frank Fischer bewilligt.

Die geförderten Programme:
ProArt
des Departments Kunstwissenschaften mit den Fächern Kunstgeschichte, Kunstpädagogik, Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Theaterwissenschaft bietet einen forschungsorientierten und systematisch strukturierten Rahmen für Promovierende der Kunstwissenschaften. Leitgedanke des Promotionsprogramms ist die Einsicht, dass die Künste zunehmend im Zeichen einer Entgrenzung und wechselseitigen Befruchtung stehen. Diese Entwicklungen stehen daher auch im Fokus der wissenschaftlichen Erforschung von Kunst, Musik, Theater sowie Film und werden in ProArt thematisiert.

 

Der Graduiertenschule "Life Science Munich – From Molecules To Systems" (LSM) bekommt eine Förderung von jährlich etwa 90.000 Euro für die Jahre 2011 bis 2013. Mit Hilfe dieser Mittel kann die Graduiertenschule ihr ehrgeiziges Ausbildungsprogramm stärker internationalisieren. Ziel der Graduiertenschule ist es, ein ganzheitliches, zeitgemäßes Promotionskonzept im Bereich der Lebenswissenschaften an der LMU zu etablieren. Im Mittelpunkt steht neben der Forschung auch die Vermittlung von Kompetenzen, die einen verantwortungsvollen Wissenschaftler auszeichnen. Dazu zählen neben der Fähigkeit, sich allgemeinverständlich ausdrücken zu können, auch die Auseinandersetzung mit Bioethik und der darüber stattfindenden Diskussion in der Gesellschaft.

 

Das interfakultäre Promotionsprogramm Buddhismus-Studien wendet sich an Postgraduierte aus den Bereichen der Kultur-, Religions- und Sozialwissenschaften. Es führt die philologischen, religions- und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen der beteiligten Fächer (Indologie, Japanologie, Religionswissenschaft, Sinologie und Tibetologie) auf hohem Niveau zusammen und ermöglicht so eine fokussierte, interdisziplinäre Herangehensweise an buddhismuskundliche Themen.

 

Das strukturierte Doktorandenprogramm Learning Sciences steht im Mittelpunkt der Ausbildung im Rahmen des Munich Center for Learning Sciences (MCLS). Unter besonderer Berücksichtigung der Sozialwissenschaften bietet das Programm Doktorandinnen und Doktoranden eine multidisziplinäre und gleichzeitig fokussierte Forschungsplattform zur Bearbeitung anspruchsvoller Forschungsthemen in den „Learning Sciences.“ Beteiligte Disziplinen schliessen die Psychologie, Medizin, Neurowissenschaften, die Erziehungswissenschaften, die Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Informatik und Sprachwissenschaften ein.

 

Zum DAAD-Programm „International promovieren in Deutschland“
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für das Programm „International promovieren in Deutschland“ (IPID) 12,5 Millionen Euro für die Jahre 2010 bis 2013 zur Verfügung gestellt. IPID fördert die erfolgreichen Hochschulen mit jährlich bis zu 100.000 Euro für maximal drei Jahre. Damit soll die Entwicklung von strukturierten, international ausgerichteten Promotionsprogrammen gefördert werden, um den deutschen Hochschulraum noch attraktiver für exzellente ausländische Graduierte zu machen.

 

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