Ludwig-Maximilians-Universität München
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Entfremdung und Rückbesinnung

Jüdische Lebensgeschichten aus der Sowjetunion

München, 09.12.2011

Interviews mit nach Deutschland emigrierten Juden bilden die Grundlage des Buches „Jüdische Lebensgeschichten aus der Sowjetunion“, das Jan Arend (Historisches Seminar der LMU) nun publizierte. Die Lebenswege der interviewten Zeitzeugen waren großteils geprägt durch Akkulturations- und Assimilationsbemühungen, aber auch durch Ausgrenzung aufgrund ihrer jüdischen Herkunft. Im Zuge der Liberalisierung seit der Perestrojka setzte eine Rückbesinnung auf das Judentum ein, die auch zu einer Umdeutung der Vergangenheit führt: Der eigene Lebensweg wird in der Rückschau als eine Bewegung von der erzwungenen Entfremdung hin zu einer „Rückkehr zu den Wurzeln“ empfunden. Der Band zeigt, wie autobiographische Erzählungen Aufschluss geben über die retrospektive Deutung erlebter Geschichte und die auf ihr basierende Identitätsbildung in der Gegenwart. Entstanden ist das Buch im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Basel (Schweiz). Es erschien als 13. Band der Reihe „Lebenswelten osteuropäischer Juden“, die von dem emeritierten Historiker Heiko Haumann  (Universität Basel) herausgegeben wird. (göd)

Kontakt:
Jan Arend, M.A.
Historisches Seminar der LMU
Telefon: 089 / 2180 - 5553
Fax: (Sekretariat) 089 / 2180 - 5656
E-Mail: jan.arend@lrz.uni-muenchen.de

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