Ludwig-Maximilians-Universität München
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Bayernweite Anlaufstelle bei Gewalt gegen Kinder

Eröffnung der Münchener Kinderschutzambulanz

München, 12.04.2011

In den vergangenen Jahren ist das Thema Gewalt gegen Kinder und Jugendliche immer mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Wie hoch jedoch die Dunkelziffer ist, können selbst Experten nur schwer schätzen. Mit der Münchener Kinderschutzambulanz am Institut für Rechtsmedizin der LMU, die am Montag, 11. April,  von Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer eröffnet wurde, gibt es nun eine bayernweite Anlaufstelle für Ärztinnen und Ärzte sowie für Jugendämter, Hebammen und Lehrer bei Fragen zum Erkennen von Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Die sechs Medizinerinnen der Gewaltopferambulanz untersuchen kostenlos Kinder und Jugendliche, dokumentieren Verletzungen und sichern Beweismitteln und Spuren einer Misshandlung oder eines Missbrauchs. Darüber hinaus beraten sie die Gewaltopfer und deren Angehörige, aber auch Ärztinnen und Ärzte, die Gewaltopfer behandeln.

Die Kinderschutzambulanz wird unterstützt vom Bayerischen Familienministerium. Im März 2010 wurde bereits die Gewaltambulanz für (weibliche) Gewaltopfer an der LMU eröffnet, nun werden hier auch Kinder und Jugendliche untersucht, bei denen ein Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung vorliegt. Zu den Aufgaben der Ambulanz gehört es, Verletzungen zu dokumentieren, Spuren zu sichern und Befunde zu interpretieren.

 

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