Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

EU sagt Blutsaugern den Kampf an

Anti-Zecken-Projekt erhält millionenschwere Förderung

München, 10.05.2010

Sommerzeit ist Zeckenzeit – wenigstens bislang. Die Klimaerwärmung und Globalisierung könnten den lästigen Blutsaugern nun aber länger im Jahr milde Bedingungen sowie neue Lebensräume bescheren. Das POSTICK-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, neue und effektive Kontrollmechanismen für die von Zecken übertragenen gefährlichen Krankheiten wie FSME und Borreliose zu entwickeln. Dafür wird die Kooperation für die nächsten vier Jahre von der EU mit rund 2,9 Millionen Euro gefördert. „Zunächst müssen wir die Mechanismen der Zecken-Wirts-Interaktion verstehen“, sagt LMU-Veterinärmediziner Professor Kurt Pfister, der Koordinator des Projekts. „Dazu gehören unter anderem die genau Identifikation der Pathogene, ihre Überlebensstrategien und ihre Übertragung. Ebenfalls von Interesse sind für uns die Immunantwort des Wirts und mögliche Wege, diese zu beeinflussen. Letzlich wollen wir auch versuchen, Moleküle zu identifizieren, die sich etwa für eine Zeckenimpfung eignen oder aber eine Übertragung der Pathogene verhindern können.“  POSTICK steht für „Post-graduate training network for capacity building to control ticks and tick-borne diseases“ und hat einen Schwerpunkt in der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern.

Ansprechpartner:
Professor Kurt Pfister
Lehrstuhl für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie
Tierärztliche Fakultät der LMU
Tel.: 089 / 2180 – 3622
E-ail: kurt.pfister@tropa.vetmed.uni-muenchen.de
Web: www.tropa.vetmed.uni-muenchen.de

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse